Keine Gnade für den Mörder des «American Sniper»

Der Film «American Sniper» läuft erfolgreich in den US-Kinos. Was der Film nicht zeigt: Protagonist Chris Kyle, der reale Scharfschütze, wurde selbst zur Zielscheibe und ermordet. Das Urteil über seinen Mörder ist nun gefallen.

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Mordprozess um «American Sniper»

1:57 min, aus Tagesschau am Mittag vom 25.2.2015

Der Film «American Sniper» von Clint Eastwood läuft erfolgreich in den US-Kinos. Parallel dazu wird in Texas ein Mann zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Verurteilte heisst Eddie Ray Routh. Er hat den «American Sniper» erschossen.

Eddie Ray Routh in Nahaufnahme Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eddie Ray Routh ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Keystone

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Routh im Februar 2013 Chris Kyle und dessen Freund Chad Littlefield an einem Schiessstand kaltblütig erschossen hat.

Routh plädierte vor Gericht auf Unzurechnungsfähigkeit wegen posttraumatischer Störungen. Der 27-Jährige diente in der Armee im Irak und in Haiti. Trotz diganostizierter Psychose hätte Routh allerdings zwischen Gut und Böse unterscheiden können, erklärte dagegen der Richter. Dem Urteil zufolge hat der Verurteilte keine Aussicht auf eine vorzeitige Entlassung aus dem Gefängnis.

Chris Kyle mit einem Gewehr in der Hand Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Chris Kyle kümmerte sich in den USA um Veteranen. Einer davon hat ihn ermordet. Keystone

«Die Legende»

Kyle wird als erfolgreichster Scharfschütze des US-Militärs beschrieben. Der hochdekorierte Soldat, der an vier Missionen im Irak beteiligt war, erschoss nach offizieller Zählung rund 160 Feinde aus dem Hinterhalt. Seine Kameraden nannten ihn erfurchtsvoll «Die Legende». Nach seinem Austritt aus dem Militär hatte er eine Sicherheitsfirma gegründet und sich für behinderte Veteranen eingesetzt.