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International Kerry will Hilfe von Jordanien und Saudi-Arabien

Der US-Aussenminister setzt seine Pendeldiplomatie im Nahen Osten fort. Das Ziel: Zwischen Israel und den Palästinensern soll bis Ende April ein Rahmenabkommen zu den grossen Linien einer endgültigen Friedensregelung stehen.

US-Aussenminister John Kerry bemüht sich weiter um einen Durchbruch bei den Friedensgesprächen in Nahost. Nach seinen Worten haben Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu «bereits wichtige und mutige Entscheidungen, schwere Entscheidungen getroffen».

Kerry sucht Rückendeckung für Abbas

Kerry, der in den vergangenen Monaten fast ein Dutzend Mal in der Region unterwegs war, reiste am Morgen nach Jordanien und Saudi-Arabien, um dort um um Unterstützung für Palästinenserpräsident Abbas zu werben. Schon am Abend will er wieder in die Region zurückkehren.

Kerry wirbt für eine Rahmenvereinbarung mit den Eckpunkten einer künftigen Friedensregelung. Wichtige Punkte darin stossen allerdings bei den Beteiligten auf Skepsis. So lehnte Israel einen Teil seiner Vorschläge zur Sicherung des Jordantals im Fall der Gründung eines Palästinenserstaates bereits ab.

Skepsis in Israel

«Die Sicherheit muss in unseren Händen bleiben», sagte Strategieminister Juval Steinitz. Wer vorschlage, eine internationale Truppe, palästinensische Polizisten oder technische Systeme in der Region zu stationieren, habe «den Nahen Osten nicht verstanden», sagte der Minister.

Steinitz spielte damit auf Vorschläge der USA an, Verteidigungs- und Überwachungssysteme entlang der Grenze zwischen Jordanien und dem Westjordanland zu stationieren. Die Grenzübergänge nach Jordanien sollten demnach für eine Übergangszeit gemeinsam von Israelis und Palästinensern kontrolliert werden.

Israel will auch nach der möglichen Gründung eines Palästinenserstaates seine Streitkräfte entlang dieses Grenzabschnitts stationiert lassen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas erklärte hingegen mehrfach, dass er dort nur internationale Truppen ohne israelische Beteiligung akzeptieren werde.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    @P.G.: Als am 1.3.1815 Nap. aus dem Exil auf Elba fliehen konnte, begann das Haus Rothschild (engl. Zweig) in ganz Europa Gold i.A. der engl. Reg. aufzukaufen um die Truppen zu finanzieren. N.M. Rothschild ging davon aus, dass der kommende Krieg lange dauern wird, was aber nicht eintraf. Um nicht auf dem Gold sitzen zu bleiben kaufte er brit. Staatsanleihen, in Voraussicht auf steigende Kurse, was auch nach 2 Jahren der Fall war. Beim damaligen Verkauf gewann er ca. 600 Mio. Pfund (Wert 2009)
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  • Kommentar von p.grugler, sonnhalde
    Napoleon u.England.Dank des privaten Nachrichtendienstes einer gewissen Familie,war diese gewisse Familie bereits schneller darüber informiert,dass England inzwischen den Krieg gegen Napoleon gewonnen hatte,alle anderen in England waren informiert,dass England den Krieg verlieren wird und stossten deshalb Ihre englischen Staatspapiere panikartig ab,diese gewisse Familie kaufte dann alle englischen Staatspapiere fast gratis auf,die gleiche Familie regiert heute Israel,USA,UK,BRD,F,NL,JPN etc
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Sie meinen sicher die Familie Rothschild, das dürfen Sie ruhig offen schreiben. Von diesem Deal habe ich auch schon gelesen, aber Ihr unterster Satz hat einen Haken: Es gibt auch noch andere einflussreiche Familien, die die Weltmacht den Rothschilds keinesfalls einfach so überlassen würden. Aber ich gebe zu, dass diesmal an Ihren Worten einiges dran ist. Dazu kommen auch noch religiöse Aspekte, was offen und in Einzelheiten zu erwähnen jedoch lebensgefährlich ist.
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    2. Antwort von p.grugler, sonnhalde
      @Stump: ich verstehe.danke
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  • Kommentar von Michael Kern, Zürich
    Stimmt, Herr Hug, Friede wird dort nie herrschen, auch nicht nach der eventuellen Vernichtung Israels durch die Mohammedaner - siehe Libanon, Syrien, Ägypten, Libyen, Irak, Pakistan... Der Islam ist eben mit keiner Religion kompatibel, nicht mal mit der eigenen - totalitären - Ideologie.
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