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Nordkoreas Atomprogramm Kim Jong Un droht USA mit «Gegenmassnahmen»

Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un im Gespräch mit seinen Generälen.
Legende: Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un empfindet die Entsendung des US-Flugzeugträgers als Provokation. Keystone
  • Nordkorea hat den Ton gegenüber den USA deutlich verschärft.
  • Demnach werde das kommunistische Land die «härtesten Gegenmassnahmen gegen die Provokateure treffen, um uns mit starker Waffenmacht zu verteidigen», liess das Aussenministerium in Pjöngjang am späten Montagabend verlauten.
  • Sollten die USA ausserdem für «eine militärische Aktion optieren», sei die Volksrepublik zur Reaktion auf jede von den USA gewünschte Art von Krieg bereit.

Hintergrund der verschärften Tonlage des kommunistischen Landes: Nordkorea hatte in der vergangenen Woche zum wiederholten Mal gegen UNO-Resolutionen verstossen und eine ballistische Testrakete in Richtung offenes Meer feuern lassen. Der UNO-Sicherheitsrat verurteilte die Aktion. Nach Einschätzung von US-Experten trifft das Land ausserdem Vorbereitungen für einen weiteren Atomtest.

Trump liess Flugzeugträger in die Region verlegen

Als Reaktion auf die Raketentests und den potentiell bevorstehenden Atombombentest liess US-Präsident Donald Trump am Wochenende den Flugzeugträger «USS Carl Vinson» sowie deren Begleitschiffe in Richtung koreanischer Halbinsel auslaufen.

Die Massnahme wird als Drohkulisse gegenüber dem kommunistischen Regime in Pjöngjang verstanden. Die Entsendung der Flotte löste in der Region denn auch die Besorgnis über die Gefahr eines möglichen Militärschlags aus.

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34 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Wie man mit Syrien sieht, den Informationen über Nordkorea ist nicht zu trauen, wie keinen Informationen welche US- (Kriegs-)Interessen tangieren. Damit sei nicht Nordkoreas Diktatur in Schutz genommen, aber ohne Hintergrundwissen durch Medien und Journalisten, welche frei berichten, kann man sich auch hier kein Bild der Situation machen.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Nordkorea wird von einem brutalen Diktator geführt. Der will über die militärische Option Ansehen und Anerkennung in der Welt erzielen, weil er der Meinung ist, dass nur militärische Stärke zu Ansehen und führt. Wenn also jeder Angst vor ihm hat, dann hat er die absolute Macht und das alleinige Sagen. Mehr als normal, dass die USA eine andere Meinung zu den Dingen haben. Und absolut normal, dass die USA nichts auf den Unsinn von den Leuten geben, die wie hier in Europa Kritik an den USA üben.
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    1. Antwort von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
      2) Im Zweifel wird diese Kritik ignoriert und der Diktator aus Nordkorea bekämpft, um sich selber vor der nuklearen Auslöschung zu schützen.
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    2. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Klar doch, alles Unsinn diese US-Kritik. Zerstörte Länder, 1 Mio Tote im Irak, Lügen um Krieg führen zu können, Allianzen mit Terroristen (Afghanistan, Syrien) oder Terroristen unterstützenden Staaten wie Saudi-Arabien - das geht doch alles in Ordnung, oder? Hingegen Putin oder Asad, ja, die sind ganz übel...Bezüglich Nordkorea: Die USA haben ihre Legimität verloren, Weltpolizist zu spielen, viel zu gefährlich. Sie stellen ihre (unausgesprochenen) Eigeninteressen über alles.
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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Das muss nicht als Provokation empfunden werden, das IST eine Provokation, gefolgt auf eine Provokation von...Nordkorea...Kim Jong Un droht... na wie der Kug der zum Brunnen geht.. bis e bricht.. oder in diesem Fall zerschlagen wird...
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Mich erinnert das ganz stark an die Kubakrise, wo wir ganz knapp an einem Atomkrieg vorbeigeschrammt sind. Amerika mittlerweile in so viele Konflikte verwickelt ist, sollte sich Trump jetzt rasch an sein Wahlversprechen halten: "Amerika first" & sich hauptsächlich der Innenpolitik widmen.
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    2. Antwort von Albert Planta (Plal)
      In Kuba ging es um die Stationierung sowjetischer Raketen. Kennedy war entschieden dagegen. Es konnte deshalb ein Weltkrieg um Haaresbreite vermieden werden. Nordkorea bedroht seinen südlichen Bruderstaat. Dies gilt es zu vermeiden. Wenn nichts von Seiten der Grossmächte getan wird um diesen Aggressor in die Schranken zu weisen führt das unweigerlich zu einem zweiten Koreakrieg.
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    3. Antwort von Juha Stump (Juha Ilkka Stump)
      Kennedy war entschieden dagegen - und mit gutem Grund. Der vor kurzem verblichene Fidel Castro hat sowohl im Oktober 1962 als auch später, als es um andere Raketen ging, nie einen Zweifel geäussert, dass er diese auch einsetzen würde, ob mit oder ohne sowjetischen "Segen". Diese Denkweise hatte Castro mit Kim Jong Un gemeinsam: Macht nichts, wenn die Welt untergeht, Hauptsache ich selber bleibe bis zuletzt an der Macht. Gerade diese Denkweise macht die Gesamtlage so gefährlich.
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    4. Antwort von Karl Kirchhoff (Charly)
      @ Stump. "Hauptsache ich selber bleibe bis zuletzt an der Macht." So denken aber die meisten Politiker! Und wenn eine Verfassung das nicht erlaubt, wird eben versucht diese entsprechend zu ändern. Deshalb meine ich, dass nach zwei Amtszeiten (2 x 4 oder 5 Jahre) ein Wechsel sein muss. Das beugt auch einer "Verfilzung" vor.
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    5. Antwort von Juha Stump (Juha Ilkka Stump)
      Karl Kirchhoff: Da sind wir zwei uns tatsächlich wieder einmal einig. Auch ich war schon immer dafür und habe das auch hier im Forum schon einmal geschrieben, dass für alle nach spätestens zwei Amtszeiten Schluss sein sollte, also entweder nach acht oder nach zehn Jahren. Das beugt nicht nur einer Verfilzung vor, sondern tut auch der eigenen Gesundheit gut, vor allem der mentalen. Ein "Kopfdurchzug" nach so vielen Jahren hat bis heute noch niemandem geschadet, das bestätigen alle.
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    6. Antwort von Thomas F. Koch (dopp.ex)
      Die schönen Worte Trumps im Wahlkampf von wegen, er wolle nicht Weltpräsident sein, die USA nicht mehr Weltpolizist, haben sich als heisse Luft herausgestellt. Die Geschichte und Realität haben ihn eingeholt. Die USA haben spätestens an der Jalta-Konferenz diese Rolle an sich gerissen, gemeinsam mit der UdSSR. Mit den beiden Cholerikern Kim und Trump als Oberbefehlshaber ist das schlimmste zu befürchten. Der Waffenstillstand von 1953 ist in Gefahr - zu einem Friedensvertrag kam es ja nie.
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