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Weltweite Würdigungen «Kohl hinterlässt Spuren in der Weltgeschichte»

Helmut Kohl nutzte als Kanzler die einmalige Chance zur Wiedervereinigung von Deutschland. Parteipolitiker aus aller Welt würdigen nach dessenTod seine Verdienste um ein geeintes Europa.

Legende: Video Reaktionen zum Tod von Helmut Kohl abspielen. Laufzeit 1:16 Minuten.
Aus Tagesschau vom 16.06.2017.

Russischer Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow: «Die Deutschen haben Helmut Kohl den Spitznamen «Kanzler der deutschen Einheit» gegeben. Das ist richtig und gerecht. Kohl hinterlässt Spuren in der Weltgeschichte. Es war ein grosses Glück, dass in dieser schwierigen Zeit an der Spitze der führenden Mächte Staatsmänner waren, die Verantwortungsbewusstsein hatten, die die Interessen ihrer Länder entschlossen vertreten haben, aber die auch in der Lage waren, die Interessen der anderen zu berücksichtigen.»

Deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel: «Man wird noch lange bewundern, wie entschlossen er und seine Mitarbeiter die Gunst der Stunde zur deutschen Vereinigung nutzten. Das war höchste Staatskunst im Dienste der Menschen und des Friedens. Helmut Kohl ist damit zu einem Glücksfall für uns Deutsche geworden. Er hat auch meinen Lebensweg entscheidend verändert. Ich bin ganz persönlich dankbar, dass es ihn gegeben hat.»

Bush.
Legende: George H. W. Bush. Reuters

Ex-US-Präsident George H. W. Bush: «Kohl war ein wahrer Freund der Freiheit. Er ist der Mann, den ich als einen der grössten politischen Führungsfiguren im Nachkriegseuropa ansehe. Bei all unseren Anstrengungen war Helmut ein Fels – stark und beständig.»

Deutscher Aussenminister Sigmar Gabriel: «Kohl war ein grosser Europäer. Er hat sehr viel dafür getan, dass nicht nur die deutsche Einheit gekommen ist, sondern auch dass Europa zusammengewachsen ist. Das ist Kohls grosses Vermächtnis. Es ist ein wirklich grosser Deutscher gestorben.»

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker: «Ohne Helmut Kohl gäbe es den Euro nicht. Nur drei Menschen, Jean Monnet, Jacques Delors und Helmut Kohl haben für ihre Verdienste für die europäische Zusammenarbeit die Ehrenbürgerschaft Europas erhalten.»

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu: «Kohl ist einer der grössten Freunde des Staates Israel und der Sicherheit des jüdischen Staates vollkommen verpflichtet gewesen.»

EU-Ratspräsident Donald Tusk: «Ich werde mich stets an Helmut Kohl erinnern. Ein Freund und ein Staatsmann, der geholfen hat, Europa wieder zu vereinen.»

Ex-US-Präsident Bill Clinton: «Kohl war aufgerufen, einige der monumentalsten Fragen seiner Zeit zu beantworten. Indem er sie richtig beantwortete, machte er die Wiedervereinigung eines starken, prosperierenden Deutschlands möglich und die Schaffung der Europäischen Union.»

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg: «Helmut Kohl war die Verkörperung eines geeinten Deutschland in einem geeinten Europa. Als die Berliner Mauer fiel, war er der Lage gewachsen. Ein wahrer Europäer.»

Ex-US-Aussenminister Henry Kissinger: «Der Tod von Helmut Kohl bedeutet für mich einen Verlust eines engen und verlässlichen persönlichen Freundes. Kohl war eine historische Figur, die entscheidend zur Deutschen Wiedervereinigung, der Europäischen Einigung und der transatlantischen Partnerschaft beigetragen hat.»

Alt-Bundesrat Adolf Ogi: «Kohl war der beste Freund der Schweiz. Er hat die Schweiz als Modell für Europa gesehen, als Modell für das Zusammenleben verschiedener Sprachgruppen und den Umgang mit Minderheiten. Kohl hat Epochales für Europa geleistet, als Kanzler der deutschen Wiedervereinigung, zusammen mit Michail Gorbatschow. Dafür ist Kohl von der Geschichte noch gar nicht genug gewürdigt worden.»

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Meier (M.Meier)
    jetzt echt? darf man die deutsche Wiedervereinigung nicht kritisieren????
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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Das ungute Gefühl: Ich war voll solidarisch mit allen, die gegen den Nato-Doppelbeschluss demonstrierten, also gegen die Stationierung von Atomwaffen in Deutschland. Die Geschichte hat Kohl Recht gegeben und mit (und paar anderen, z.B. 500'000 DemonstrantenInnen) gezeigt, dass mann und frau sich auch als links-grüner BürgerIn täuschen kann. Schade, dass die Wiedervereinigung ganz extreme Vermögen generierte bei ganz wenigen und einen immensen Schaden hinterliess.
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  • Kommentar von Claudio Kohler (KCl)
    Wer die kritischen Stimmen vermisst: unter Kohl wurden die Hälfte der deutschen Volkschulden generiert, die hälfte davon in den ersten vier Jahren. Sein Wahlversprechen, dass die Steuern 'auf garrr keinen Fall erhöt werden' hat er nach nur drei Monaten gebrochen. Die Deutschen zahlen heute noch 'Solidaritätssteuern'. Ausserdem hat er die Rentensysteme zerstört. Eher ein Stolperstein als ein Fels.
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    1. Antwort von Udo Gerschler (UG)
      Den Kritikern sei gesagt ein Glück das sich nicht die Gegner(Demos von Rot Grün)der Wiedervereinigung sich durchgesetzt haben sondern Bundeskanzler Kohl.
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