Kongo: Rebellen rücken weiter vor

Die Rebellen der Miliz M23 sind in die kongolesische Stadt Goma eingedrungen. Zuvor kam es zu heftigen Kämpfen vor der Stadt.

Kongolesische Rebellen in der Stadt Goma Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Rebellen in Goma: Die strategisch wichtige Stadt droht in die Hände der Rebellen zu fallen. reuters

Im Konflikt in der Demokratischen Republik Kongo bewegte sich eine Kolonne der Aufständischen trotz des vereinzelten Widerstands der Regierungstruppen in Richtung Zentrum. Dies erklärte ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP. 

Von der kongolesischen Armee sei weit und breit nichts mehr zu sehen, berichtete Simone Schlindwein, Afrika-Korrespondentin der Berliner Tageszeitung TAZ, gegenüber Schweizer Radio DRS.

Rebellen marschieren an UNO-Truppen vorbei

Zuvor hatten die Rebellen nach Angaben eines UNO-Vertreters bereits den Flughafen der Stadt an der Grenze zu Ruanda unter ihre Kontrolle gebracht. An einer Strasse in der Nähe des Flughafens gab es Zusammenstösse mit Soldaten der kongolesischen Armee. Mehrere Einwohner applaudierten den Rebellen.

Ohne Zwischenfälle passierten die Rebellen dann mehrere Posten der UNO-Mission Monusco und nahmen Kurs auf die ruandische Grenze.

Der Konflikt in der östlichen Provinz Nord Kivu war in den vergangenen Tagen durch den Vormarsch der Miliz wieder aufgeflammt. In der Miliz M23 haben sich ehemalige kongolesische Tutsi-Rebellen zusammengeschlossen, die infolge eines Friedensabkommens zwischenzeitlich in die Armee eingegliedert worden waren.

Die M23-Mitglieder verlangen die volle Umsetzung des Abkommens und kritisieren vor allem die schlechten Lebensbedingungen der Soldaten. Die Regierung in Kinshasa lehnt bisher Verhandlungen mit den Rebellen ab.