Koordinierte Angriffe in Jemen fordern Dutzende Tote

Bei Angriffen auf Regierungstruppen im Süden Jemens sind mindestens 30 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Die Regierung vermutet Al-Kaida hinter den Angriffen.

Jemen

0:18 min, aus Tagesschau am Mittag vom 20.9.2013

Laut dem jemenitischen Militär handelt es sich um koordinierte Angriffe der Terrororganisation Al-Kaida. Bei den Attacken wurden mindestens 30 Soldaten getötet und Dutzende weitere Personen seien verletzt worden. Einigen Berichten zufolge sollen gar über 50 Polizisten und Soldaten getötet worden sein. Noch ist vieles unklar.

Einer der Angriffe ereignete sich in der Stadt Maifaa, wo ein Sprengsatz zehn Soldaten getötet hat. Bei der Explosion von zwei Autobomben in einem Militärstützpunkt wurden zusätzlich zwanzig Soldaten getötet.

Laut offizieller Seite sollen Mitglieder der Gruppe Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel (AQAO) für die Angriffe verantwortlich sein. Eine der Bomben ist demnach detoniert, als der Fahrer in das Militärlager einfahren wollte. Die zweite soll sich bereits in dem Stützpunkt befunden haben.

Eine Karte von Jemen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ableger von Al-Kaida machen sich die Unruhen zu nutzen, welche im Zuge des arabischen Frühlings in Jemen herrschen. google

Die Provinz Shabwa ist in den vergangenen Jahren mehrfach Schauplatz von Kämpfen zwischen militanten Islamisten und Sicherheitskräften geworden.

Die Stabilisierung der Region ist aktuell eine Priorität für die USA und die Golf-Staaten, da Jemen nahe wichtiger Schiffsrouten für den Ölhandel liegt.