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International Kopf hinter Attentat in Istanbul soll Tschetschene sein

Laut türkischen Medienberichten wird ein Tschetschene als Drahtzieher hinter dem Anschlag auf den Flughafen Istanbul vermutet. Der Mann soll auch zwei weitere Anschläge im Januar und März gelenkt haben. Zudem sollen die Attentäter geplant haben, Dutzende Geiseln zu nehmen.

Der Tschetschene Ahmed Schatajew wird verdächtigt, der Drahtzieher hinter dem Anschlag auf den Flughafen Istanbul-Atatürk zu sein. Laut der Zeitung «Hürriyet» ist er der Anführer der Zelle des Islamischen Staats (IS) in Istanbul. Demnach soll er auch die Anschläge auf eine deutsche Touristengruppe im Januar und auf die Einkaufsstrasse Istiklal im März gesteuert haben. Eine offizielle Bestätigung dieser Angaben gibt es bisher aber nicht.

Grossaufnahme von Ahmed Schatajew
Legende: Soll der Kopf hinter drei Istanbuler Anschlägen sein: Ahmed Schatajew aus Tschetschenien (Bild: 2012). Keystone

Die Attentäter hatten «Hürriyet» zufolge eine Wohnung im Stadtviertel Fatih gemietet und die Jahresmiete im Voraus bezahlt. Laut einer Nachbarin wurde die Wohnung nach dem Anschlag auf den Flughafen durchsucht.

Im US-Fernsehsender CNN sagte Michael McCaul, Vorsitzender des Ausschusses für Innere Sicherheit im Repräsentantenhaus, Schatajew sei «in der russischen Nordkaukasus-Region wahrscheinlich der Feind Nummer eins». Er sei «mehrmals nach Syrien gereist» und zu «einem der führenden Kommandanten des IS-Kriegsministeriums» geworden.

Die Nachrichtenagentur Anadolu meldete derweil, dass bei Razzien in Istanbul mittlerweile 24 Verdächtige festgenommen worden sind, darunter 15 Ausländer. Neun Festnahmen gab es auch in der Stadt Izmir. Noch ist allerdings unklar, ob sie alle im Zusammenhang mit den Anschlägen von Istanbul stehen.

Drei Männer in dunklen Jacken
Legende: Zeigen offenbar die drei Selbstmordattentäter: Videobilder vom Flughafen Atatürk in Istanbul. Keystone

Geiselnahme geplant?

Die regierungsnahe Zeitung «Sabah» berichtet zudem, dass die Selbstmordattentäter vom Flughafen Istanbul ein noch weit grösseres Massaker geplant hatten. Demnach wollten sie Dutzende Geiseln nehmen, um diese danach mit in den Tod zu reissen. Weil sie aber Verdacht erregten, seien sie schon früher zum Angriff übergegangen. Andernfalls hätte es vermutlich noch mehr Opfer gegeben.

Dem Zeitungsbericht zufolge wurden Zivilisten und ein Polizist auf die Männer aufmerksam, weil sie trotz der Hitze Jacken trugen. Darunter verbargen sie ihre Sprengstoffwesten. Von der Polizei freigegebene Bilder der Videoüberwachungsanlage zeigen die drei mutmasslichen Attentäter tatsächlich in dunklen Jacken.

Bei dem Anschlag auf den Flughafen Istanbul-Atatürk waren am Dienstagabend 44 Menschen getötet und mehr als 260 verletzt worden. Bevor die drei Attentäter sich an verschiedenen Stellen des Flughafens in die Luft sprengten, schossen sie noch auf mehrere Menschen.

Die türkische Regierung vermutet, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hinter dem Anschlag steckt. Die drei Selbstmordattentäter vom Atatürk-Flughafen stammten demnach aus Russland, Usbekistan und Kirgistan.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris  (zombie1969)
    Offenbar stehen Europa unruhige Zeiten bevor. http://www.focus.de/politik/ausland/zahl-der-tschetschenien-fluechtlinge-in-deutschland-steigt-will-putin-so-unruhe-hierzulande-stiften_id_5575778.html
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  • Kommentar von Stanic Drago  (Putinversteher)
    Angeblich hat Österreich 2003 Asyl an Schatajew gegeben. Seit 13 Jahre verlangt Russland seine auslieferung, aber Europäische Gericht für Menschenrechte hat mehrmals gegen Auslieferung entschieden. Zuerst 2008 wo er von Schweden verhaftet würde wegen ilegale Waffenschmugeln wie 2010 Ukraine und 2012 Bulgarien. Ab 2012 lebte er in Georgien und hat mehrmals in Syrien gewesen.
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  • Kommentar von Charles Halbeisen  (ch)
    Ich denke dass auch Russland daran interessiert ist, diesen Verbrechern das Genick zu brechen.
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