Krankenschwester soll in Italien 13 Patienten getötet haben

Die 55-Jährige wird verdächtigt, ihren Opfern eine tödliche Dosis des Wirkstoffs Heparin gespritzt zu haben. Laut polizeilichen Angaben schwebte keiner der betroffenen Patienten zuvor in Lebensgefahr. Die Krankenschwester litt unter Depressionen.

Der zuständige Ermittler der Carabinieri zeigt der Presse den Wirkstoff Heparin. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Krankenschwester soll den Patienten Heparin ohne medizinischen Bedarf gespritzt haben. Keystone

Eine Krankenschwester wird verdächtigt, in einem Spital in der Toskana 13 Patienten vorsätzlich getötet zu haben. Die 55-Jährige wurde festgenommen.

Sie soll ihren Opfern in den Jahren 2014 und 2015 eine erhöhte Dosis des Wirkstoffs Heparin gespritzt haben. Dieser sorgt dafür, dass das Blut langsamer gerinnt. Teilweise sei im Blut der Toten die zehnfache Menge der vorgeschriebenen Dosis gefunden worden, teilte die zuständige Spezialeinheit der Carabinieri (NAS) mit.

Patienten schwebten nicht in Lebensgefahr

Die zwischen 61 und 88 Jahre alten Patienten lagen alle auf der Intensivstation einer Klinik in Piombino in der Nähe der Stadt Livorno. Keiner von ihnen hatte den Angaben zufolge in Lebensgefahr geschwebt.

Die mutmassliche Täterin habe an Depressionen gelitten. Die Krankenschwester ist unter dem Vorwurf des vorsätzlichen Mordes in ein Gefängnis in Pisa gebracht worden.