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International Krim-Krise: Die diplomatischen Drähte laufen heiss

Die diplomatischen Bemühungen für eine Lösung der Krim-Krise laufen auf Hochtouren. Doch zwischen Russland und dem Westen zeichnet sich keine Einigung ab.

Legende: Video Ukraine vor entscheidender Woche abspielen. Laufzeit 01:36 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.03.2014.

Während auf der Schwarzmeerhalbinsel Krim pro-russische Kräfte ihren Einfluss ausbauen, laufen die diplomatischen Bemühungen des Westens für eine Lösung der Krise auf Hochtouren. Doch eine Annäherung mit Russland zeichnet sich weiterhin nicht ab.

In einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin kritisierte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel die Sezessions-Bestrebungen der Krim weiterhin als illegal. Das Parlament auf der Halbinsel hat beschlossen, am kommenden Sonntag eine Volksabstimmung über den Verbleib der Krim bei der Ukraine abzuhalten.

Putin verteidigt Führung der Krim

Putin nahm die selbsternannte Regierung auf der Krim in dem Gespräch in Schutz. Die «legitime» Führung auf der Krim handle im Rahmen des internationalen Rechts. Sie schütze die Interessen der Bewohner auf der Krim, so Putin. Der russische Präsident äusserte sich nach Angaben aus London auch gegenüber dem britischen Premier David Cameron entsprechend.

Merkel telefonierte auch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Danach erklärten beide, die Souveränität, territoriale Integrität und politische Einheit der Ukraine müssten unbedingt geschützt werden. Die beiden Regierungschefs plädierten für eine «zeitnahe Befassung» unter anderem des UNO-Sicherheitsrates.

Die Türkei sei zudem bereit, an der Arbeit der angestrebten internationalen Kontaktgruppe mitzuwirken. Die deutsche Kanzlerin Merkel hatte zuvor bedauert, dass es bei der Bildung dieser Gruppe keine Fortschritte gab.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Doch Fakt ist, dass es ohne diesen Putsch & Aufstand der Opposition in Kiew alle diese Probleme jetzt nicht gäbe. Wenn jemand Schuld an dieser ganzen Krise hat, dann ist es diese. Sie hat es geschafft, dass ganz Europa jetzt wieder Angst vor einem neuen Krieg haben muss. Sollte es wirklich dazu kommen, werden sich diese Oligarchen rasch in die USA absetzen & die Ukrainer, sowie die Europäer ihrem Schicksal überlassen.
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    1. Antwort von A.Käser, Zürich
      E.W./Wiederhohlt sich alles(2.Weltkrieg Adel aus Europa und Russland nach USA))Europa wurde als es am Boden lag,"edel"aus der Ferne gerettet.Raten Sie mal,warum das EU-System auf diese Art und Weise ausgedacht wurde.Sicher nicht,um den verschiedenen Völkern demokratische Freiheit zu garantieren.Es geht um Idologie und Pfrüde.Und mit Geld lässt sich die Welt kaufen.Zudem hat diese Clique immer einen "spirituellen"Beistand an der Seite der ihr hilft,auch die"Naivsten"zu "bekehren".Lila-Life co.
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  • Kommentar von Markus Guggisberg, Busswil
    Diesmal entscheiden nicht USA, nicht EU, nicht G8, nicht G20, nicht NATO, nicht OECD, nicht OSZE, nicht UNO, nicht Waffen, nicht die Bilderberger, nicht Eliten, nicht Technokraten, nicht Akademiker. Diesmal entscheidet das Volk der Krim selber. Was für ein Meilenstein für die direkte Demokratie, Frieden und Freiheit dieser Welt. Ein herzliches Dankeschön an Alle die das möglich gemacht haben !!!
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    1. Antwort von Eddy Dreier, Burgdorf
      Mhh, Obama meint aber, Volksabstimmungen seien gegen das Völkerrecht. US-Bomben auf das Volk werfen, darüber könnte man diskutieren!
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    2. Antwort von Bernhard Meile, Schüpfen
      Ja, und wer an diese "demokratische Abstimmung" glaubt, zahlt einen Fünfliber!
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    3. Antwort von Lukas Dubs, Lyss
      Das ist einer der besten Kommentare, die ich seit langem gelesen habe. Wenn "wir" uns schon immer für die Demokratie stark machen und sie in die ganze Welt hinaustragen wollen, dann sollten wir stolz sein, dass dies in der Ukraine möglich geworden ist. Ein Hoch auf das Volk und ein Hoch auf die Wahlen, denn sie sind das einzige Instrument, das dem Volk einigermassen gerecht werden kann!
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    4. Antwort von M.Schmid, Bern
      Nein, mit all den namenlosen bewaffneten Leuten und von Scharfschützen erschossenen Demonstranten kann man das nicht ganz als Meilenstein der Demokratie auflisten. Es mag sein, dass schlussendlich der allgemeine Volkswillen passiert, aber die Gegner der Abtrennung haben realistischerweise in dieser Situation nicht annähernd faire Bedingungen für eine Gegenkampagne. Und auch an eine wirklich gefahrlose Meinungsäusserung während der Abstimmung selber ist wohl nicht zu denken.
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    5. Antwort von Paul Soltermann, Fuqing
      Sehr geehrter Herr Guggisberg, Sie haben Recht, das Volk soll entscheiden, aber welches Volk? Soll das russische Volk entscheiden ob sie die Krim wollen? Soll die Krim entscheiden ob eine Mehrheit zu Russland will? Was koennen Minderheiten (einzelne Doerfer) entscheiden? Koennen Ukrainer entscheiden, ob sie die Krim wirklich an Russland abtreten wollen? (Was waere wenn zB der Kt Zug entscheiden wuerde, er wolle zu den USA migrieren?) Wie auch immer: keine Loesung auf die Schnelle.
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    6. Antwort von A.Käser, Zürich
      M.Schmid/Und auf welche Art und Weise wurde die Demokratie in der Schweiz"realisiert"?Unser grösstes Glück war,dass wir arm wie Kirchenmäuse waren und nicht in einem klimatischen"Vorzugsgebiet"lagen.
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    7. Antwort von A.Käser, Zürich
      P.Soltermann/Wie ist seinerzeit das Ganze zusammengewachsen?Nice and Easy?Wieso gibt es einen Vatkan als Staat?Monaco?Lichtenstein?Republik San Remo?Die Enklave Campione?Kosovo?Weshalb durfte der Kanton Jura entscheiden?Müssen immer zuerst die Waffen sprechen,damit danach das "Papier" zum Zuge kommt.Wenn diverse das Gleiche tun?
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    8. Antwort von A.Käser, Zürich
      P.S./Und auf welche Weise wurde"umgekehrt"entschieden?Auf der Krim gibt es ja ein Volk,das in RUHE entscheiden möchte.Nur wird jetzt wieder auf Hetze mit den Tartaren gemacht.Ohne zu hinterfragen,wie es ihnen unter den bisherigen Regierungen ergangen ist.Krampfhaft wird nach einem"Aufhänger"gesucht(auch gefunden)um wieder einmal ein Gut-Böse-Schema zu installieren.Wie bei uns zur MEI.Offenbar gibt es Menschen unter uns,die haben keine Hände und Finger um zu arbeiten,sondern"Krallen"um zu"raffen"
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