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«Höchst fraglich, ob Trump Arbeitsplätze zurückholt»
Aus HeuteMorgen vom 24.01.2017.
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Trump kündigt TPP «Längerfristig hat der Rückzug grosse Folgen»

SRF News: In den USA reagiert man relativ verhalten auf Trumps Entscheid. Warum?

Priscilla Imboden: Weil es nicht ganz überraschend kommt. Donald Trump hat immer wieder angekündigt, dass er das Abkommen schreddern werde. Und das hat er jetzt getan. Ausserdem war es schon vorher auf Eis gelegt. Barack Obama wagte nicht, es vom Kongress ratifizieren zu lassen, da es keine Mehrheit gefunden hätte. Praktisch hat Trumps Entscheidung also keine Auswirkungen.

Der Rückzug vom TPP bleibt also ohne Folgen?

Doch. Längerfristig hat er grosse Folgen. Es ist der erste Schritt in einer Neuordnung der US-Handelspolitik. Nach Jahren, in denen die USA den freien Handel weltweit stark förderten, kündigt Donald Trump nun eine protektionistischere Phase an. So will er alle Freihandelsverträge anschauen und allenfalls neu aushandeln. Als nächstes ist der nordamerikanische Freihandelsvertrag Nafta dran – und zwar schon diese Woche.

Wird es Trump wie versprochen gelingen, Arbeitsplätze in die USA zurückzuholen?

Das ist höchst fraglich. Eine generelle Handelsabschottung hat sich noch nie längerfristig bewährt. Donald Trump will insbesondere Stellen in der Industrie zurückholen. Die sind aber längst in billigere Länder abgewandert. Dazu kommt, dass die entsprechenden Arbeiten heute in den USA zunehmend von Robotern übernommen werden. Daran werden auch Zollschränken nichts ändern können. Sie dürften sogar diese Mechanisierung stärker vorantreiben und so noch mehr Industriestellen kosten.

Priscilla Imboden

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Priscilla Imboden

Priscilla Imboden ist schweizerisch-amerikanische Doppelbürgerin und war vier Jahre lang als USA-Korrespondentin für SRF tätig, bevor sie zur Bundeshausredaktion von Radio SRF stiess. Davor arbeitete sie bereits während acht Jahren in der Wirtschaftsredaktion von Radio SRF in Bern.

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus Kreuter  (Klaus Kreuter)
    Frau IMBODEN sieht da sehr gut und sehr realistisch.
  • Kommentar von M. Kaiser  (Klarsicht)
    Er wird so viele Arbeitsplätze schaffen wie keiner vor ihm . Das wird man aber dann hier nicht kommunizieren - wetten ?
    1. Antwort von Harald Buchmann  (Harald_Buchmann)
      Kaum. Und wenn, dann nur Billigjobs. Aber dicke Investitionen in Infrastruktur wären sicher ein richtiger Start
    2. Antwort von Bruno Vogt  (bru.vogt)
      Im Billigjobs herstellen war Obama bereits spitzenklasse Hr Buchmann, oder schauen sie sich einmal die Statistiken zu den in den letzten Jahren geschaffenen Stellen in den USA etwas genauer an. Gastronomie sprich Kellner rangiert da weit oben.
  • Kommentar von H. Wach  (H. Wach)
    Die dank den USA „Nie wieder Krieg“-Politik dank transatlantischen Bündnissen (NATO, UNO, OECD, WTO, IWF, etc.) wurde eine neue Weltordnung geschaffen, die geopolitisch u. ökonomisch historisch einmalig ist. Nun scheint es aber eine Wendung zu geben, die nicht mehr zu stoppen ist. Dank sozialer Errungenschaften sind insbesondere die OECD-Staaten so hoch verschuldet, dass die kommenden Generationen, diese nicht mehr bezahlen können, weil die jetzige Generation ihren Wohlstand nicht aufgeben will.