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International Letzte IS-Terroristen aus Falludscha vertrieben

Die irakischen Streitkräfte haben im westlich von Bagdad gelegenen Falludscha nunmehr auch das noch verbliebene Stadtviertel Dscholan vom IS zurückerobert. Damit ist Mossul im Norden des Irak die letzte noch in der Hand der Terrormiliz verbleibende irakische Grossstadt.

Legende: Video «Bilder aus dem befreiten Falludscha» abspielen. Laufzeit 0:20 Minuten.
Aus Tagesschau am Vorabend vom 26.06.2016.

Die irakische Armee hat die vollständige Befreiung der Stadt Falludscha aus den Händen des IS verkündet. Die Befreiung hatte bereits Ende Mai mit Luftunterstützung der US-geführten Militärallianz begonnen und war vor einer Woche vorläufig zu einem erfolgreichen Ende gekommen. Nun haben die Streitkräfte auch das dannzumal noch unter IS-Kontrolle verbliebene Stadtviertel Dscholan eingenommen.

Karte
Legende: Nach der vollständigen Rückeroberung Falludschas verbleibt Mossul als letzte irakische Grossstadt unter IS-Kontrolle. srf

Das bedeutet für die IS-Kämpfer einen weiteren empfindlichen Rückschlag. Nachdem sie im Sommer 2014 weite Teile Syriens und des Irak erobert und ihr Kalifat ausgerufen hatten, bleibt im Irak nunmehr Mossul die einzige noch in ihrer Hand befindliche Grosstadt.

Befreiung Mossuls wird schwieriger

Laut dem irakischen Verteidigungsminister soll nun auch Mossul bald befreit werden. Dass dies schnell gelingen kann, bezweifelt Irak-Kennerin Inga Rogg jedoch: «Um Mossul herum gibt es weite Gebiete, die der IS kontrolliert», sagte die NZZ-Journalistin in einem Gespräch mit dem «Echo der Zeit». Das mache für eine Befreiung viel Vorarbeit nötig. Hinzu komme, dass der IS stärker um Mossul kämpfen werde, «denn da geht es um die Existenz des Kalifats.»

3 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Was derzeit im Irak passiert, ist das Ergebnis einer Kooperation der Lokalmacht Iran und seiner schiitischen Alliierten. Eine fragile Allianz, die wohl sofort zerbrechen würde, sobald es in Syrien zu westlichen Luftschlägen gegen die von B. al-Assad geführte Koalition von Alawiten, Schiiten, Christen und Drusen käme, wie sie seit letzer Woche wieder ernsthaft diskutiert werden.
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    1. Antwort von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
      2) Das Vakuum, das durch die Zerschlagung der Assad-Kräfte und der Auflösung der schiitisch-westlichen Allianz im Irak entstehen könnte, würde dem Daesh (IS) Auftrieb verleihen, und Fähigkeiten, in den eroberten Gebieten hunderttausende von Kämpfern zwangszurekrutieren. Mit vielen modernen Waffen und hunderttausenden neuer Kämpfer ausgestattet, ernstzunehmender Gegner in Syrien und im Irak beraubt, müsste sich der Daesh neue Herausforderungen suchen, um seine Machtsphäre zu vergrössern.
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    2. Antwort von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
      2) Das Vakuum, das durch die Zerschlagung der Assad-Kräfte und der konsekutiven Auflösung der schiitisch-westlichen Allianz im Irak entstehen könnte, würde dem Daesh (IS) gewaltigen Auftrieb verleihen, und Fähigkeiten, in den eroberten Gebieten hunderttausende von Kämpfern zwangszurekrutieren. Mit hunderttausenden neuer Kämpfer ausgestattet, ernstzunehmender Gegner in Syrien und im Irak beraubt, müsste sich der Daesh neue Herausforderungen suchen, um seine Machtzu vergrössern.
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