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International Mehr deutsche Grenzwächter an der Schweizer Grenze

Deutschland hat seine Kontrollen an der Grenze zur Schweiz verschärft. Dies bestätigt der deutsche Innenminister Thomas de Maizière. Das Nachbarland erhofft sich dadurch, illegale Einwanderer aus Italien abzufangen und wieder zurückschicken zu können.

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Legende: An der Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz sind die Kontrollen intensiviert worden. Keystone

Deutschland hat seine Kontrollen an der Grenze zur Schweiz verstärkt. Dadurch sollen illegale Einwanderer aus Italien abgefangen werden. «Die Schweiz kann nicht alle von ihnen erkennen und stoppen. Deshalb müssen wir ein hohes Mass an Aufmerksamkeit walten lassen», sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung «Corriere della Sera».

Mehr illegal Eingereiste

Gemäss de Maizière hat sich die Zahl der Flüchtlinge, die illegal über die Schweiz nach Deutschland eingereist sind, im Juli auf 812 erhöht. In den ersten 19 Tagen im August waren es 512 illegal Eingereiste. Das seien mehr als im letzten Jahr, so de Maizière. Die Zahlen seien aber noch nicht wirklich beunruhigend, räumte er ein.

Nach Angaben der «NZZ am Sonntag» beträgt der Anstieg 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zeitung zitierte zudem bereits am Sonntag Bundesrat Ueli Maurer, der eine Verstärkung der Präsenz von deutschen Behörden an Schweizer Grenzen ankündigte.

Schweiz-Route neue Alternative

Die Einreise über die Schweiz ist seit der Schliessung der Balkanroute und der verstärkten Kontrolle am Grenzübergang Brenner zwischen Österreich und Italien eine neue Alternative für die Flüchtlinge.

Thomas de Maizière rief am Montag die Vereinbarung zwischen Berlin, Bern und Rom in Erinnerung, die vorsieht, alle Flüchtlinge ohne Papiere abzufangen und ins Ursprungsland zurück zu schicken.

Die Schweiz halte sich streng an diese Vereinbarung und arbeite mit aller Kraft gegen die illegalen Einwanderer, sagte de Maizière. Dieser Ansatz müsse auch in Zukunft bestätigt werden. Weiter lobte der Innenminister das «verantwortungsvolle Handeln» der Italiener in Sachen Migration.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Ja seht mal.. die Deutschen die Koennens... die bringen Grenzer und machen zu... und wir, wir sind immer noch die lieben braven Schweizer, frei nach Sommaruga et al... lasst endlich Dublin nicht nur ein Name sein, folgt dem Sinn und Zweck des Vertrages.. wir Schweizer sind doch keine Vertragsbrecher..oder?
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    1. Antwort von A. Zuckermann (azu)
      Moment mal… also, ist jetzt für die Grenzwache BR Maurer verantwortlich oder nicht? Könnten Sie sich mal entscheiden?
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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Dublin hat nie dem Buchstaben nach funktioniert (wie auch die Eurozone ohne gemeinsame Steuer- und Wirtschaftspolitik), sonst wären in Deutschland grad mal 20 Flüchtlinge. Dass Italien jetzt für die Registrierung der Flüchtlinge bestraft werden, ist kompletter Schwachsinn. Wie soll Italien 90 % der Flüchtlinge, die registriert werden, bewältigen? EU-weit wären es ca. 1 % der Bevölkerung, die aufzunehmen wäre. Also kein Problem. Ja, wir müssten den Gürtel enger schnallen. Ich bin dafür.
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    1. Antwort von Susanna Beerli (S. Beerli)
      Dabei bleibt es noch lange nicht. Es werden bald 2%, 3% und mehr. Das ist erst die Vorhut.
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  • Kommentar von Sascha Freitag (SF)
    Da hat Landrat Frank Hämmerle aus dem Landkreis Konstanz aber andere Aussagen geäussert, die leider auch stimmen. De Maizière gibt hier nur wieder mal Wischiwaschi von sich, Hauptsache man schafft sich keine Feinde, und vertritt Frau M., bis die wieder mit ihrem Wischiwaschi kommt.
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