Mehrere Verletzte bei Zugunglück in Südfrankreich

Offenbar war während eines Unwetters ein Baum auf den vorbeifahrenden Regionalzug gestürzt. Ein Mann wurde aus dem Waggon geschleudert. Die genaue Zahl der Verletzten blieb zunächst unklar.

Rettungskräfte tragen einen Verletzten auf einer Trage weg. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Beim Zugunglück verletzten sich mehrere Menschen. Reuters

Bei einem schweren Unwetter in Südfrankreich ist ein Baum auf einen Regionalzug gestürzt, mehrere Menschen wurden verletzt. Bei dem Unglück östlich der Stadt Montpellier wurde ein etwa 30-Jähriger aus dem Waggon geschleudert, er erlitt schwere Verletzungen.

Ein Hubschrauber habe den Mann ins Krankenhaus gebracht, er schwebe aber nicht in Lebensgefahr, sagte der Generalsekretär der Präfektur des Verwaltungsbezirks Hérault.

Anzahl der Verletzten unklar

Zur Zahl der Verletzten gab es zunächst widersprüchliche Angaben. Die Feuerwehr sprach von acht Verletzten, der Bahnbetreiber SNCF von einem Schwer- und fünf Leichtverletzten. Der Baum fiel nach Angaben einer SNCF-Sprecherin auf die Strecke, als der Zug mit 140 Stundenkilometern auf dem Weg in Richtung Nîmes war. Dies sei sehr selten, sagte sie. «Das ist ein nicht vorherzusehendes Ereignis», betonte auch ein Behördenvertreter.

Grund für das Umstürzen des Baums war nach Angaben der Präfektur ein Hagelschauer. Der Feuerwehrchef sagte, neben dem aus dem Waggon geschleuderten Mann hätten die übrigen Opfer leichtere Verletzungen. Insgesamt waren gut 200 Menschen an Bord des Zugs.

Zugverkehr vorübergehend eingestellt

Die Fahrgäste wurden in eine Mehrzweckhalle in der Nähe der Unglücksstelle gebracht. Der Zugverkehr auf der Strecke wurde vorübergehend eingestellt, zwei weitere Züge mussten unterwegs halten. Die Passagiere sollten von SNCF-Mitarbeitern und dem Roten Kreuz versorgt werden.