Meistgesuchter Drogenboss Mexikos verhaftet

Nach Jahren auf der Flucht ist meistgesuchte Drogenboss Mexikos festgenommen worden. Joaquín «El Chapo» Guzmán, der Chef des Sinaloa-Kartells, wurde in der mexikanischen Küstenstadt Mazatlán unter Beteiligung der US-Antidrogenbehörde DEA gefasst.

Guzmán war seit dem Jahr 2001 auf der Flucht und wurde auch von den USA als meistgesuchter Rauschgiftbaron gelistet. In den USA war auf Guzmáns Ergreifung ein Kopfgeld von 5 Millionen Dollar ausgesetzt. Auch die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft hatte eine Belohnung ausgesetzt.

Den Angaben zufolge wurde Guzmán am frühen Morgen in einer touristischen Anlage des nordwestlichen Badeorts Mazatlán verhaftet – offenbar, ohne dass es einen Schusswechsel gab.

Zehntausende Tote im Drogenkrieg

Das Magazin «Forbes» stufte Guzmán als mächtigsten Gangster der Welt ein. Das Sinaloa-Kartell kontrolliert weite Teile des Drogengeschäfts in Mexiko. Mit konkurrierenden Banden liefert es sich einen blutigen Krieg um die Kontrolle des Rauschgifthandels in die USA. Dabei wurden seit Ende 2006 mehr als 77'000 Menschen getötet.

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Bildlegende: Der berüchtigte Drogenboss Joaquín «El Chapo» Guzmán war jahrelang auf der Flucht. Keystone/ARCHIV

«El Chapo», in mexikanischer Umgangssprache «Der Kleine», war im Jahr 1993 in Guatemala gefasst und in ein mexikanisches Hochsicherheitsgefängnis gebracht worden, aus dem ihm im Jahr 2001 die Flucht gelang.

Seitdem lebte er im Untergrund. Die Spekulationen über seinen Aufenthaltsort rissen nicht ab. Mal hiess es, er sei in Guatemala untergetaucht, dann wieder, er halte sich in den Bergen des nordwestlichen mexikanischen Bundesstaats Durango auf.