Menschen in Indonesien nach Boxkampf zu Tode getrampelt

Nach einem Boxkampf sind in Indonesien mindestens 18 Menschen gestorben. Grund war eine Massenpanik.

Die Halle in Indonesien nach dem Boxkampf. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kurz vor Mitternacht brach in dieser Halle eine Massenpanik aus. Keystone

In der indonesischen Provinz Papua ist es am Sonntag nach einem Boxkampf zu Krawallen gekommen. Bei der dadurch ausgelösten Massenpanik wurden mindestens 18 Personen getötet und 39 verletzt. Unter den Toten befinden sich mehrheitlich Frauen.

Überfüllte Halle

Die Fans begannen zu randalieren, nachdem die Kampfrichter dem Gegner ihres Favoriten den Sieg zugesprochen hatten. Als ein grosser Teil der rund 1500 Zuschauer versuchte aus der Halle zu flüchten, kam es zu einem Gedränge. Dabei wurden mehrere Menschen zu Tode getrampelt. «Die Fans liefen Amok, und Zuschauer stürzten in Panik aus der Halle», sagte der Polizeisprecher.

Laut Medienberichten verfügte das Stadion nur über zwei offene Ausgänge. Den Aussagen eines Zuschauers zufolge sei die Halle in der Stadt Nabire völlig überfüllt gewesen, weil die Veranstalter für den Kampf keinen Eintritt verlangt hätten. «Sie hatten eine solche Menschenmenge nicht vorausgesehen. Es war ein Schieben und Stossen, als die Leute versuchten, aus dem Gebäude zu kommen», sagte der Mann gegenüber einem lokalen Fernsehsender.