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International Merkel besucht ihre Truppen in Afghanistan

Knapp eine Woche nach dem Tod eines deutschen Elite-Soldaten ist Angela Merkel nach Afghanistan gereist. Die deutsche Bundeskanzlerin hat dort ihre Truppen besucht und mahnende Worte an die afghanische Regierung gerichtet.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel isst mit Soldaten in Afghanistan.
Legende: Kaffee und Kuchen in Kundus: Angela Merkel nimmt sich Zeit für ein Gespräch mit den Soldaten. Reuters

Es ist bereits Angela Merkels fünfter Besuch in Afghanistan. Doch dieser erlangt durch den Tod eines Elite-Soldaten nun eine besondere Bedeutung. Am Morgen traf die deutsche Bundeskanzlerin im Feldlager in Kundus ein und zollte dem vor einer Woche Getöteten ihren Respekt.

Sie sagte: «Da ist mir natürlich wieder auch bewusst geworden, dass Sie Ihren Dienst tun nicht einfach aus Pflichterfüllung, sondern auch unter grossen, grossen Risiken.»

Militärischer Einsatz muss erfolgreich sein

Vor dem Ende des Nato-Kampfeinsatzes 2014 mahnte Merkel weitere Reformen in Afghanistan an. «Wir werden ein Auge darauf haben, dass der politische Prozess hier vorangeht», sagte sie.

Als anstehende Aufgaben nannte die Kanzlerin die Vorbereitung der Präsidentschaftswahl im April 2014 und den Aufbau der Wirtschaft. «All das vollzieht sich zum Teil mühselig, zum Teil etwas langsamer als wir uns das wünschen», sagte Merkel. «Aber es ist unabdingbar dafür, dass der militärische Einsatz nicht alleine stehenbleibt, sondern dass er wirklich Erfolg hat.»

Die Bundeswehr will das Feldlager in Kundus bereits im Herbst an die Afghanen übergeben. Der Einsatz kostete bislang 53 deutsche Soldaten das Leben.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Ihr zwei unter mir habt Recht, aber diese Phase, als die Völker sich untereinander hätten verständigen können, gab es auch schon einmal, und es hat nichts genützt. Wie ich es schon mehrmals geschrieben habe, begann der Bürgerkrieg im April 1978, als der gemässigte Kommunist Daud gestürzt und ermordet wurde, also lange bevor die Sowjets und die westlichen Truppen einmarschierten. Afghanistan war schon immer innerlich zerrissen, so dass es erstaunt, dass es überhaupt noch existiert.
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  • Kommentar von Gerhard Himmelhan, Naters
    @Girschweiler, ganz ihrer Meinung wir Westler haben da nichts verloren. Das einzig vernünftige wäre gewesen wenn bei dieser Uebung wenigstens der Opiumanbau a`la Vietnam "Orange" zerstört worden wäre.
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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Auch in diesem Land hat die EU und auch die USA nichts zu suchen. Das Land wird erst dann zur Ruhe kommen wenn sich die verschiedenen Ethnien sich verständigen und einen wahren Frieden vereinbaren können. Russland hat aus seinen Fehlern gelernt und sich aus dem Land zurückgezogen. Die Taliban sollen die Macht übernehmen aber in 10 bis 20 Jahren wird man auch dort zur Einsicht gelangen, dass damit Afghanistan nicht vorankommt und je länger je mehr in Anarchie versinkt.
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