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Acht Verletzte Messer-Angriff auch in Russland

Russisches Innenministerium
Legende: Der Angreifer wurde laut Behördenangaben von der Polizei am Ort der Attacke erschossen. Russisches Innenministerium
  • Ein mit einem Messer bewaffneter Mann hat in der sibirischen Stadt Surgut wahllos auf Passanten eingestochen und dabei acht Menschen verletzt.
  • Zwei der Opfer seien schwer verletzt, teilte die Regionalregierung von Chanti-Mansi mit.
  • Der Angreifer wurde laut einer Polizeimitteilung erschossen.

Mit einem Messer hat ein Mann in der russischen Ölstadt Surgut in Sibirien sieben Menschen verletzt. Der Angreifer sei erschossen worden, teilte das Staatliche Ermittlungskomitee mit. Der Mann sei durch Strassen im Zentrum der Stadt 2100 Kilometer östlich von Moskau gelaufen und habe Passanten angegriffen, hiess es in einer Mitteilung.

Russische Medien verwiesen auf Ähnlichkeiten der Attacke mit dem mutmasslichen Terroranschlag vom Freitag in Finnland. Die regionale Polizei erklärte indes, sie gehe nicht in erster Linie dem Verdacht auf Terror nach. Der Angreifer sei ein 1994 geborener Einheimischer gewesen. Es werde geprüft, ob er psychisch auffällig gewesen sei.

Vier Opfer in Lebensgefahr

Örtliche Berichte in Surgut stellten die Bluttat allerdings anders und folgenschwerer dar als Behörden und staatliche Medien: Es seien mehrere Angreifer mit Messern und Schusswaffen gewesen. Der städtische Fernsehkanal C1 zeigte Aufnahmen von der Festnahme eines mutmasslichen zweiten Täters.

«Der Bandit ist unschädlich gemacht», sagte Bürgermeister Wadim Schuwalow in einer Videobotschaft. «Ich rufe alle auf, Ruhe zu bewahren.» Allerdings wurde mindestens ein Einkaufszentrum vorsichtshalber geschlossen.

In ersten Berichten war von acht Verletzten die Rede gewesen. Vier Opfer schwebten nach Angaben von Ärzten in Lebensgefahr, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete. Surgut zählt etwa 300’000 Einwohner und ist ein Zentrum der Ölindustrie, deshalb gilt die Stadt als eine der reichsten in Russland.

11 Kommentare

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  • Kommentar von Albert Planta (Plal)
    Surgut befindet sich nicht im äussersten Norden Russlands sondern im westsibirischen Tiefland.
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    1. Antwort von SRF News ()
      Vielen Dank. Wir haben die geografischen Angaben korrigiert. Freundliche Grüsse, die SRF-News-Redaktion
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  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    Ich war von kurzem in Russland. Russland ist vorbereitet für Terror Angriffe. Fast überall sind Metal Detektoren gestellt. Metro, Stadions, Museum überal muss man durch Geräte laufen. Anschläge in 90er Jahren haben Spuren hinterlassen. Ich erwarte in nicht ferne Zukunft gleiche Massnahme bei uns zu sehen. Am Schluss ein wenig Werbung, Russland ist wunderschön, sicher, sauber. Alles funktioniert und Menschen sind Gastfreundlich.Eine Reise kann viele Vorurteile abbauen.
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    1. Antwort von Irtimid Wonnoque (Irtimid W.)
      Oh Mann! Gleiche Maßnahmen: Metalldetektoren in der U-Bahn, Museen und Bahnhöfen, die bei jedem zweiten piepsen, was aber auch kein Schwein interessiert? Anschläge der 90er? Sie hätten noch schreiben sollen: Anschläge der Alkoholiker-Elzin-hat-Russland-verkauft-der-90er. Aber Sie haben wohl vergessen, dass es in den Putin-hat-Russland-wieder-groß-gemacht-Nullerjahren erstens nicht weniger Anschläge gab. Und zweitens haben letztere weitaus mehr Opfer gefordert. Werbung gut gemacht.
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    2. Antwort von Bruno Vogt (bru.vogt)
      @Wonnoque In den letzten 10 Jahren gab es weniger Anschläge als in den Jahren zuvor, das liegt auch an der Befriedung der russischen Kaukasus-Region. Das sich damit alles unter Kontrolle bringen liesse ist illusorisch. Saudi-Arabien und die Golfstaaten verbreiten weiter fleissig ihre Hass-Ideologien auch bei russischen und zentralasiatischen Muslimen. Darum befinden sich heute auch so viele in Syrien. Russland alleine kann diese Ideologie nicht stoppen, immerhin unternimmt Putin etwas dagegen.
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  • Kommentar von Margot Helmers (Margot Helmers)
    Auch in Wuppertal kam es in einem Geschäft zu einer tödlichen Messerstecherei. Ein Iraker kam ums Leben, sein jüngerer Bruder wurde schwer verletzt. Nun meldet die Polizei zwei Festnahmen. Tatverdächtig sind zwei Syrer im Alter von 14 und 16 Jahren. Sagenhaft.
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    1. Antwort von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
      Was soll daran sagenhaft sein? Das ist einfach nur traurig, wenn Minderjährige gewalttätig werden. Wer hat sich da bei der Integration zu wenig Mühe gegenben?
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    2. Antwort von Dölf Meier (Meier Dölf)
      Aus der Migration ergeben sich auch andere Kulturen. Viele Männer aus Kriegsgebieten sind seelisch abgestumpft. Zudem hat der Islam andere Wertvorstellungen.
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    3. Antwort von Margot Helmers (Margot Helmers)
      Ja, Herr Meier. Und nicht wenige sehen darin eine Bereicherung, andere ein Einkommen. Das die Mehrheit das noch zulässt ist ein Beweis der Dekadenz.
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    4. Antwort von Patrik Schaub (Kripta)
      @Helmers: es ist nicht die Mehrheit, sondern eine Minderheit, die leider das politische Zepter in der Hand hält und unter der Berufung von veralteten und pervertierten "humanistischen Gründen", die eigenen Völker zur totalen Selbstaufgabe bringen will.
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    5. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      @T. S. In erster Linie haben dann da wohl die Eltern versagt. Und wenn Eltern sich nicht integrieren wollen, werden auch ihre Kinder nicht integriert. Und wenn immer öfters Minderjährige gewalttätig werden, sind eben oft auch Gewaltvideos, welche sie konsumieren schuld dran. Hat nichts mit fehlender Integration zu tun. Und Meldungen über Gewalttaten dominieren. Die süssen Katzenbilder in den MSM von den Spaniern dort statt Bilder des Grauen reingestellt haben vermutlich sehr wenige gesehen.
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