Messerstecher von Bayern war in psychiatrischer Behandlung

Der mutmassliche Täter der tödlichen Messerattacke von Grafing bei München hat sich nur zwei Tage vor dem Verbrechen in einer Klinik stationär behandeln lassen. Eine Einweisung in eine geschlossene Klinik soll die Polizei abgelehnt haben.

Blumen und Kerzen auf Bahnhofstreppe Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Am Tag nach dem tödlichen Angriff gedenken die Menschen in Grafing mit Blumen und Kerzen des Opfers. Keystone

Der Mann, der am Dienstag auf dem Pendlerbahnhof Grafing bei München auf Passagiere los ging, war offenbar in psychischer Behandlung. Nur zwei Tage bevor der 27-Jährige bei der Attacke einen 56-Jährigen erstach und drei weitere Männer verletzte, hatte er sich in einer Psychiatrie behandeln lassen. Dies bestätigt das Landeskriminalamt.

Der Mann habe die Klinik jedoch am Montagmorgen wieder verlassen. Eine Einweisung in eine geschlossene Psychiatrie hätte die Polizei trotz Bitten seiner Grosseltern abgelehnt, berichten diese dem Boulevardblatt «tz».

Nun wirft die Staatsanwaltschaft dem anscheinend geistig verwirrten Mann einen Mord sowie dreifachen Mordversuch vor. Das tatsächliche Motiv blieb zunächst weiter unklar.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Messerangriff in Deutschland

    Aus Tagesschau vom 10.5.2016

    Ein offenbar geistig verwirrter Mann hat am S-Bahnhof in Grafing nahe München einen Fahrgast erstochen und drei Männer mit einem Messer verletzt. Es gab keine Hinweise auf einen islamistisch-terroristischen Hintergrund der Tat.