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International Mexiko: Mindestens ein verschleppter Student ist tot

Die 43 Studenten, die im September in Mexiko verschleppt wurden, gelten offiziell als vermisst. Kaum jemand glaubt jedoch daran. Jetzt wurde der traurige Verdacht für die Familie eines der Vermissten Gewissheit.

Menschen treffen sich zu einer Trauerfeier.
Legende: Was viele Menschen befürchtet haben, könnte Realität werden. Mindestens einer der 43 Studenten wurde ermordet. Reuters

Mindestens einer der im September entführten mexikanischen Studenten ist tot. Argentinische Gerichtsmediziner identifizierten die Überreste des Vermissten unter den in einem Massengrab gefundenen menschlichen Knochen, wie mexikanische Medien unter Berufung auf Regierungsquellen berichteten. Ein Sprecher der Familie des 19-Jährigen bestätigte das Ergebnis der DNA-Analyse. Die Knochenfragmente waren auf einer Müllhalde in Cocula, rund 14 Kilometer entfernt von der Stadt Iguala im südlichen Bundesstaat Guerrero, gefunden worden.

Bislang galten die 43 Lehramtsstudenten offiziell als vermisst. Kaum jemand glaubt aber noch daran, dass die jungen Menschen noch am Leben sind. Korrupte Polizisten hatten sie verschleppt und der kriminellen Organisation «Guerreros Unidos» übergeben.

Legende: Video Gewalttätige Demonstrationen in Mexiko abspielen. Laufzeit 01:05 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.11.2014.

Vorfall hat Regierungskrise ausgelöst

Inhaftierte Bandenmitglieder gestanden, die Studenten getötet und verbrannt zu haben. Der Bürgermeister von Iguala und seine Frau sollen für die Tat verantwortlich sein. Beide sitzen in Untersuchungshaft. Der Fall hat die Regierung von Staatschef Enrique Peña Nieto in eine schwere Krise gestürzt.

In den vergangenen Wochen waren Tausende Menschen aus Solidarität mit den Studenten auf die Strassen gegangen. Auch am Samstag gab es wieder Proteste in Mexiko-Stadt. Die Demonstranten werfen den Behörden vor, zu wenig für die Aufklärung des Verbrechens zu tun.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Toast Berg, Rorschacherberg
    Ja, ein Zeichen haben die Bürger gesetzt. Aber der Revolution von unten hat meines Erachtens keine reelle Chance. Nicht solange sich die "Obrigkeit" SO brutal und mit DIESEN Methoden zur Wehr setzt. Jede Gegenbewegung wird schon niedergemacht bevor sie die nötige Grösse hat um Fahrt aufzunehmen und auch international zu einem der grossen Themen wird und auch, vor allem(!!!) bleibt.
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Der Staat ist gescheitert. Es braucht ist eine Bewegung von unten. Traurig das es dazu eines Massenmordes bedurfte aber ein Keim istentstanden. Menschen mit Idealismus werden den alten Trott beseitigen,auch wenn es Jahre brauchen wird bis die Institutionen gereinigt sind. Es ist keine Option den gesamten Sicherheitsapparat zu entlassen wenn man die Lücke nicht füllen kann. Und es bleibt zu hoffen,dass die USA behilflich sind,weil man erkennt,dass man eine Zivilgesellschaft als Nachbar braucht.
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