Michelle Obama erobert Demokraten-Parteitag

Mit einem flammenden Wahlaufruf für Hillary Clinton hat First Lady Michelle Obama die Herzen der Delegierten beim Demokraten-Parteitag in Philadelphia erobert. Auch Clintons parteiinterner Rivale Bernie Sanders stellte sich hinter die Ex-Aussenministerin.

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Die First Lady begeistert die Demokraten

0:58 min, vom 26.7.2016

Mit einem flammenden Wahlaufruf für Hillary Clinton hat First Lady Michelle Obama die Herzen der Delegierten beim Demokraten-Parteitag in Philadelphia erobert. «Sie hat die Grösse und das Herz», sagte Obama über Clinton, die auf dem Parteitag zur Kandidatin für das Präsidentenamt der Vereinigten Staaten gewählt werden soll.

«Wegen Hillary Clinton halten es meine Töchter für gegeben, dass eine Frau Präsidentin der Vereinigten Staaten werden kann», sagte Obama. Clinton bewirbt sich für die Demokraten um die Nachfolge Barack Obamas, ihr Gegner wird der Republikaner Donald Trump sein.

Die First Lady lieferte die meistumjubelte Rede des ersten Tages des Demokraten-Konvents ab. «Unglaubliche Rede von einer unglaublichen Frau», twitterte der Präsident höchstpersönlich.

Bernie Sanders winkt ins Publikum. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Stärkt Clinton den Rücken: Bernie Sanders. Reuters

Sanders wirbt für Clinton und attackiert Trump

Auch Clintons Konkurrent für das demokratische Präsidentschaftsticket Bernie Sanders stellte sich in einem Appell an die Delegierten hinter die ehemalige Aussenministerin. «Hillary Clinton muss die nächste Präsidentin der Vereinigten Staaten werden», rief Sanders den über 4700 Parteitagsdelegierten zu. Sie sollen Clinton am Dienstag zur Kandidatin für das Amt des nächsten US-Präsidenten und Nachfolgers von Barack Obama wählen.

Sanders richtete während seiner Rede zum Abschluss und Höhepunkt des ersten Tages des Demokraten-Konvents schwere Vorwürfe gegen den Republikaner-Kandidaten Donald Trump. Der politische Quereinsteiger spalte das Land und sorge dafür, dass die Ungleichheit zwischen Arm und Reich noch grösser werde.

Zuvor hatte es um Sanders einen Eklat gegeben, der schliesslich zum Rücktritt von Parteichefin Debbie Wasserman Schultz geführt hatte. Gehackte und von der Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlichte E-Mails der Demokraten hatten gezeigt, dass die Parteiführung im Vorwahlkampf einseitig auf der Seite Clintons stand. Sanders' Anhängerschaft reagierte wütend. Tausende demonstrierten auf den Strassen Philadelphias.

Unzufriedene Sanders-Anhänger