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Millionen im Griff des Hungers Konflikte und Teuerung treiben Hungerzahlen in Afrika nach oben

Die Zahl der Hungernden sinkt weltweit leicht. Doch Experten schlagen Alarm, denn eine neue Krise bedroht die Ernten.

Das steht im Welternährungsbericht: Laut dem Bericht waren im Jahr 2025 rund 645 Millionen Menschen von Hunger betroffen. Dies entspricht einer Abnahme um fast 14 Millionen im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch warnt die Welthungerhilfe vor verfrühtem Optimismus. Generalsekretär Mathias Mogge betont, dass diese marginale Verbesserung nicht ausreicht. Beim aktuellen Tempo werden auch im Jahr 2030 noch immer bis zu 520 Millionen Menschen an chronischer Unterernährung leiden.

Kind in einer blauen Hängeschaukel in einem Innenraum.
Legende: Insbesondere Kinder leiden unter einer Mangelernährung, da sie durch das Fehlen wichtiger Nährstoffe in ihrer gesamten Entwicklung eingeschränkt werden. Keystone/Jörg Carstensen

Hier ist es am schlimmsten: Während Asien und Lateinamerika stetige Fortschritte erzielen, spitzt sich die Lage in Afrika zu. Auf dem Kontinent leben derzeit rund 309 Millionen hungernde Menschen – mehr als im bevölkerungsreichen Asien mit 292 Millionen Betroffenen. Das rasche afrikanische Bevölkerungswachstum verschärft die Krise. Nahezu zwei Drittel der afrikanischen Bevölkerung verfügen nicht über ausreichend Einkommen, um sich eine gesunde Ernährung leisten zu können.

Es ist wieder nicht gelungen, bei der Überwindung des Hungers einen entscheidenden Schritt voranzukommen.
Autor: Mathias Mogge Generalsekretär der Welthungerhilfe

Das sind die (neuen) Ursachen: Globale Konflikte belasten die Ernährungssicherheit zusätzlich. Insbesondere der Krieg im Iran und die Krise in der Strasse von Hormus haben direkte Auswirkungen auf bedürftige Staaten. Die Blockaden verteuern Treibstoffe und Düngemittel massiv. In der Folge steigen die landwirtschaftlichen Produktionskosten, Ernten geraten in Gefahr, und die Nahrungsmittelpreise auf den lokalen Märkten schiessen unaufhaltsam in die Höhe. «Es ist wieder nicht gelungen, bei der Überwindung des Hungers einen entscheidenden Schritt voranzukommen, denn bei dem derzeitigen Trend werden auch 2030 noch immer etwa 510 bis 520 Millionen Menschen weltweit chronisch unterernährt sein», sagte Mogge anlässlich der Publikation des Berichts.

SRF News, 21.7.206, 16 Uhr ; 

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