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Legende: Video Anschlag auf philippinische Kirche abspielen. Laufzeit 00:19 Minuten.
Aus News-Clip vom 27.01.2019.
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Mindestens 21 Tote Anschlag auf Kirche im Süden der Philippinen

  • Im Süden der Philippinen sind während eines Gottesdiensts zwei Sprengsätze explodiert.
  • Mindestens 21 Menschen wurden getötet. Mehr als 70 seien verletzt worden, teilte die philippinische Polizei mit.
  • Der Islamische Staat ist nach eigenen Angaben für den Anschlag verantwortlich.

Die erste Explosion ereignete sich während einer Messe im Inneren einer Kathedrale in der Stadt Jolo. Der zweite Sprengsatz explodierte auf dem Parkplatz vor der Kirche, beim Eintreffen der Sicherheitskräfte. Offenbar ist der IS für den Anschlag verantwortlich.

Jolo liegt rund 1000 Kilometer südlich der philippinischen Hauptstadt Manila. Die meisten Opfer seien Zivilisten, aber auch sieben Soldaten seien ums Leben gekommen. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. In der Region kämpfen radikal-islamische Rebellen seit Jahrzehnten für einen eigenen Staat.

Explosion in der Kirche.
Legende: Die erste Bombe sei in der Kathedrale der Stadt Jolo auf der gleichnamigen Insel in der Provinz Sulu explodiert. Keystone

Referendum vor einer Woche

Der Anschlag ereignete sich knapp eine Woche nach einem Referendum, in dem mit grosser Mehrheit beschlossen wurde, dass in überwiegend von Muslimen bewohnten Teilen der Unruhe-Region Mindanaos ein neues Autonomiegebiet in dem katholisch geprägten Inselstaat in Südostasien gebildet werden soll.

Das Ergebnis der Volksbefragung vom vergangenen Montag war am Freitag verkündet worden. Die Provinz Sulu war eines der wenigen Gebiete, in dem die Mehrheit dagegen gestimmt hat. Sie soll aber trotzdem Teil der autonomen Einheit mit dem Namen Bangsamoro werden.

Die Armee sichert vor der Kirche den Tatort.
Legende: Die Armee sicherte vor der Kirche den Tatort. Keystone

Radikale Splittergruppen lehnen Pläne ab

Die Regierung hatte das Referendum im Rahmen eines Friedensprozesses mit der Rebellengruppe Moro Islamic Liberation Front (MILF) vereinbart.
Sie will damit den Konflikt mit den Separatisten beenden, in dem seit den 1970er Jahren mindestens 120'000 Menschen getötet worden sind.

Allerdings lehnen radikale Splittergruppen die Pläne ab und haben sich zu der Islamisten-Miliz IS bekannt. Die Insel Jolo ist zudem eine Hochburg der für Anschläge und brutale Entführungen bekannten Extremistengruppe Abu Sayyaf, die sich ebenfalls zur IS-Miliz bekennt und nicht Teil des Friedensprozesses ist.

Karte Philippinen
Legende: Unklar ist, ob der Angriff mit dem Ergebnis der Volksabstimmung in der südlichen Region Mindanao zusammenhängen könnte. Keystone
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10 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser  (Klarsicht)
    Diese Verbrecherbanden des IS - ziehen mit ihren Morden den Islam ins verderben. Wann stehen die restlichen 2 Milliarden anständigen Muslime endlich auf und vernichten diese Verbrecher, die im Namen ihres Gottes Allah dem ISLAM immensen Schaden zufügen ? Woher und von wem haben diese Mörder immer noch Unterstützung ? Da müssen sich die Führer des Islam ans Werk machen und ihren Glauben verteidigen . Keinem Christen würde heute einfallen, eine Mosche in die Luft zu sprengen . Das muss Enden.
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  • Kommentar von Erwin Jenni  (ej)
    Und immer wieder im Namen des Islam!!! Diese Religion und Ideologie ist durchtränkt mit Hass und führt seit JZ Krieg gegen Andersdenkende und Minderheiten. Es ist eine Frage der Zeit, bis solche Zustände in Europa vorherrschen. Der Islam ist eine kriegerische Religion. Wer diesen Fakt immer noch ignoriert, verkennt die bittere Realität rund um den Globus!
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    1. Antwort von Stefan von Känel  (Trottel der feinen Gesellschaft)
      Wenn alleine während der Bartholomäusnacht mehr Christen von Christen massakriert wurden als während der gesamten Christenverfolgungen des Imperium Romanum, ganz zu schweigen von den Gräueln des Dreissigjährigen Krieges, macht das dann nicht vielleicht das Christentum auch zu einer kriegerischen Religion?
      Die Schriften haben sich ja wohl seither nicht gross verändert, oder? Nein, Herr Jenni. Derartiges passiert, wenn mit Religion Politik gemacht wird.
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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Ein typisches Beispiel was Religionen anrichten können. Habe mich schon oft gefragt, warum es soviel Kriege und Differenzen in muslimischen Ländern gibt? Religionen gegen Religionen und Andersdenkende. Solange Religionen Machtzentren sind wird sich das nicht ändern. Früher war die Kath. Kirche auch eine grausame Religion mit Kriegen und Intrigen.
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    1. Antwort von Ernst Küng  (NestorBS)
      Die Katholiken wären es noch heute hätte da keine Reformation und Aufklärung / Demokratie-Einführung bei uns gegeben. Sogar noch heute gibt es solche Strömungen (Verschweigung/ Wegsehen von Sextätern inkl. hyänenartige Hexenjagd auf Journalisten (kürzlich wieder Riehen)
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