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International Mindestens 24 Tote bei Räumung eines besetzten Parks in Indien

In der nordindischen Stadt Mathura ist die Räumung eines Parks eskaliert: Die Besetzer eröffneten laut Polizeiangaben das Feuer auf die Beamten, als sie über die Räumung informiert werden sollten.

In der nordindischen Stadt Mathura ist die Räumung eines seit zwei Jahren besetzten Parks eskaliert: Als Polizisten am Donnerstag beim Park eingetroffen waren, um die mehr als 2000 Besetzer über die Räumung zu informieren, fielen Schüsse, wie die örtliche Polizei mitteilt.

«Einige der Besetzer hatten Gewehre und Pistolen und eröffneten das Feuer auf die Polizei», erklärte der Beamte Arun Kumar. Im anschliessenden Feuergefecht starben mindestens 24 Menschen, darunter zwei Polizisten. Allein elf Menschen starben, weil durch die Schiesserei Gasflaschen explodierten, die die Besetzer zum Kochen brauchten. Mehr als 100 Menschen wurden bei den Ausschreitungen verletzt, darunter 23 Polizisten. Die Polizei nahm mehr als 370 Personen fest.

Besetzer gehören zu Hindu-Sekte

Das rund 150 Kilometer von der Hauptstadt Neu Delhi gelegene Mathura gilt für viele Hindus als heilige Stätte. Laut indischen Medienberichten gehörten die Besetzer zu einer Hindu-Sekte, die dem Politaktivisten Subhash Chandra Bose folgt. Dieser fordert unter anderem, in Indien Wahlen abzuschaffen und eine neue Währung einzuführen.