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Rauchschwaden über der Stadt Mindestens 35 Tote bei Anschlag in Kabul

Legende: Video Anschlag in Kabul abspielen. Laufzeit 01:14 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 24.07.2017.
  • Bei einer schweren Explosion in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen. Das bestätigte der Sprecher des Innenministeriums.
  • Der Sprecher sagte weiter, es handele sich um eine Autobombe. Der Fahrer habe in dem Wagen gesessen. Auch er sei getötet worden. Rund 40 Verletzte wurden in Spitäler gebracht.
  • Zu dem Anschlag bekannten sich die radikalislamische Taliban.
  • Es ist bereits der zehnte schwere Anschlag in der Stadt seit Jahresbeginn. Kabul verzeichnet landesweit die meisten zivilen Opfer von Anschlägen.

Nach ersten Erkenntnissen detonierte die Bombe im Viertel Gulai-e Dawachana, nahe dem Haus des stellvertretenden Regierungsgeschäftsführers Hadschi Mohammed Mohakek. Einem Reporter der BBC sagte ein Sprecher, der Politiker sei unversehrt. In der Nähe soll sich auch eine der vielen privaten Universitäten der Stadt befinden. Ob Studenten betroffen waren, blieb zunächst unklar.

Der Anschlag ereignete sich genau ein Jahr nach einem Bombenanschlag der Terrormiliz Islamischer Staat, bei dem in Kabul mehr als 80 Menschen ums Leben kamen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Bekämpft haben in diesen Ländern oft ausländische Kräfte. Und dies seit Jahrhunderten. Realistisch betrachtet haben es die Bevölkerungen von Afghanistan, Irak, Libyen und diversen anderen Kolonialmächten sicherlich satt, statt IHR Leben zu führen oft bedrängt oder sogar auf der Flucht vor wem auch immer zu sein. Denn das die meisten Ausländer eigene Interessen haben, ist dem Naivsten klar. In AF ist der Opiumanbau bei tiefen Kosten äusserst lukrativ. Zum immensen Nachteil der Sozialstruktur.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Dort drüben in Afghanistan, im Irak oder in Syrien hat man sich schon immer gerne bekämpft und bekriegt, jeder gegen jeden, wegen der Ehre, des Glaubens und so. Und das wird man auch die nächsten Hundert Jahre nicht ändern, der "Westen" schon gar nicht. Und kommen sie als angebliche "Flüchtlinge" nach Europa, so bekämpfen und bekriegen sie sich auch hier, diesmal allerdings unterstützt mit reichlich Sozialhilfe, munter weiter.
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    1. Antwort von Thomas F. Koch (dopp.ex)
      Einfach mal die kriegerische, blutige Geschichte Europas lesen, ausgehend von der Römerzeit über die Kreuzzüge, Glaubenskriege und zum Kolonialsmus weiter zu den Weltkriegen, Balkankrieg bis aktuell zur Ukraine. Und danach nochmals über die ersten beiden Sätze nachdenken. Wir Europäer waren bis vor 70 Jahren kein Stück friedlicher. Und sind es ausserhalb Europas bis heute nicht. Es schwingt noch immer ein letzter Hauch von Kolonialismus in der Aussenpolitik mit.
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