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International Mit Partei «Plan-B» aus der Krise

«Fünf-Sterne-Partei» in Italien, «Alternative für Deutschland», UKip in England und nun die Parteien «Plan-B» und die «Drachme 5-Sterne» in Griechenland. Anti-EU-Bewegungen scheinen auf fruchtbaren Boden zu stossen. Ihr gemeinsames Ziel: Der Ausstieg aus dem Euro.

Plakat der Anti-EU-Partei in Griechenland.
Legende: Gründungsversammlung der neuen Anti-EU-Partei in Griechenland. SRF

Seit Jahren hängt Griechenland am Tropf der EU. Das Land leidet unter dem Auferlegten Sparkurs von EZB, Währungsfonds und EU-Kommission. Im Sog des steigenden Frustpotenzials wurde am vergangenen Samstag die Partei «Plan-B» gegründet.

Eines der Ziele der neuen Bewegung ist die Rückkehr des Landes zur früheren Nationalwährung, der Drachme. Darüber soll das griechische Volk in einem Referendum entscheiden, so der Plan der neuen Partei.

Gleichzeitig sollten auch die anderen Länder des Südens (Italien, Spanien, Portugal und Zypern) die europäische Gemeinschaftswährung verlassen; gemeinsam sollte man dann auf die Bildung einer Freihandelszone des Südens hinarbeiten.

Keine «Greenhorns»

Bei den Gründervätern der neuen Partei handelt es sich nicht um Wutbürger, sondern um erfahrene Exponenten aus Wirtschaft und Politik, wie etwa dem Ökonomen Theodoros Katsanevas oder dem Ex-Chef der linken Syrisa Partei Alekos Alavanos.

Die Partei will nicht nur zurück zur eigenen Währung, sie sucht auch den Schulterschluss mit der Bewegung des italienischen Komikers/Beppe Grill oder der AfD in Deutschland.

10 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Hoppla, nun zeichnet sich eine "euopäische Bewegung gegen den EURO" ab. Das kann heiter werden. (smile)
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  • Kommentar von H. Bernoulli, Zürich
    Gemäss Dirk Müller in "Showdown" sitzt Griechenland auf enorme Erdgas- und Erdölfelder, welche weit mehr wert sind als GR Gläubigern schuldet. Das Land könnte ein Norwegen des Südens werden. Aber es wird um diese Ressourcen ein dreckiges Spiel auf Kosten der Bevölkerung gespielt. Insbesondere sollen die USA ihre Finger mit im Spiel haben, welche die damalige Regierung von Karamanlis zu Fall brachten. Karamanlis hatte nämlich Russland als Partner zur Nutzung der Ressourcen gewählt.
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  • Kommentar von H. Bernoulli, Zürich
    Der Euro ist eine einzige Fehlkonstruktion und das Experiment sollte zu Wohle von Mio Menschen beendet werden. Für GR gibt es keine Zukunft mit dem Euro. Dessen Einführung bedeutete für die dortige Wirtschaft eine Währungsaufwertung um 100%! Schlicht unverantwortlich so etwas. Die robuste Exportwirtschaft der CH litt schon enorm bei 25% Währungsaufwertung! Siehe Buch "Showdown" von Dirk Müller - ein Augenöffner.
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    1. Antwort von Gerhard Himmelhan, Naters
      Den Südeuropäern fehlen Arbeitsplätze! Ich wiederhole mich, 1.Europas Bekleidung z.B. muss v. Südeuropa hergestellt werden. Produktion nahe beim Verbraucher eine alte Econom.-Weisheit! 2.Im Süden ist viel Arbeit vorhanden, Erdbebenschäden, Aquila, Reggio Emiglia ist noch nichts aufgebaut. Infrastruktur, Steuersystem umbauen, Korruption bekämpfen. Ev. einen Marshallplan wie 1948 in D, unter seriöser Kontrolle, einführen? Südeuropa ist sonst ein Fass ohne Boden u. nicht mehr lange haltbar.
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