Mitarbeiter erschöpft: Vorläufig kein «Charlie Hebdo» mehr

Nach dem Terroranschlag auf die Redaktion von «Charlie Hebdo» brauchen die Mitarbeiter eine Pause. Das Satire-Magazin soll erst in einigen Wochen wieder erscheinen.

Unmittelbar nach der Terrorattacke hatte die Redaktion von «Charlie Hebdo» zwar noch eine neue Ausgabe des Satire-Magazins herausgegeben – nun ist aber vorerst Schluss. Die Mitarbeiter seien müde und erschöpft, erklärte Anne Hommel, die seit dem Anschlag am 7. Januar mit insgesamt zwölf Toten für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Die erste Ausgabe nach dem Anschlag war in den Redaktionsräumen der Zeitung «Libération» produziert und wegen grosser Nachfrage insgesamt sieben Millionen mal gedruckt worden. Zuvor lag die wöchentliche Auflage bei etwa 60'000 Exemplaren. Seit dieser Ausgabe vom 14. Januar war das normalerweise am Mittwoch herauskommende Blatt nun bereits zwei Mal nicht mehr erschienen.

Weltweite Solidaritätskundgebungen

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Der Hölle entronnen – Cartoonist Hani Abbas zeichnet weiter

    Aus Kulturplatz vom 28.1.2015

    Er erlebte, wie um ihn herum die Welt zusammenbrach, wie sein Heimatland Syrien in Krieg und Zerstörung unterging. Der syrisch-palästinensische Zeichner Hani Abbas rettete sich und seine Familie in die Schweiz, wo er heute als politischer Flüchtling lebt – und vor Kurzem von der UNO einen Preis als «Cartoonist for Peace» entgegennahm. «Kulturplatz» sprach mit ihm über das Attentat auf «Charlie Hebdo» in Paris, über Meinungsfreiheit und Solidarität sowie über den Cartoon als Waffe in Zeiten der Bedrohung.

    Igor Basic

  • «Charlie Hebdo» und der Umgang mit religiösen Karikaturen

    Aus Echo der Zeit vom 14.1.2015

    Paris, Mittwochmorgen 7 Uhr: Die erste Ausgabe von «Charlie Hebdo» nach den Attentaten ist bereits ausverkauft. Am Freitag soll die Zeitschrift auch in arabischer und türkischer Übersetzung erscheinen. Aus Ägypten, Iran und der Türkei kommen erste Reaktionen.

    Der Schweizer Historiker Thomas Maissen, Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Paris, ist mit Glaubenskriegen bestens vertraut. Ein Gespräch.

    Iren Meier und Ursula Hürzeler