Nach Mord: Griechische Neonazi-Partei verliert an Rückhalt

Die griechische Partei Goldene Morgenröte scheint den Rückhalt in der Bevölkerung zu verlieren. Der Mord eines Anhängers der Partei an einem linken Rapper hat Folgen für die neonazistische Partei.

Parteibüro mit Nazifahne. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Partei macht in ihrem Büro keinen Hehl aus ihrer Gesinnung. Keystone

Nach dem Mord an einem bekannten griechischen Rapper und Linksaktivisten verliert die neonazistische Partei Goldene Morgenröte massiv an Rückhalt in der Bevölkerung. In einer Umfrage stürzen die Rechtsradikalen im Vergleich zur Vorwoche von 8,2 Prozent auf 5,8 Prozent Zustimmung ab.

Täter spricht von Notwehr

Knapp 80 Prozent der Befragten charakterisierten die Goldene Morgenröte als «faschistische oder verbrecherische Vereinigung». Die repräsentative Umfrage wurde zwischen dem 19. und 21. September erhoben.

Der Tatverdächtige, gegen den Haftbefehl erlassen wurde, gilt als Anhänger der Partei. Er hat gestanden, in der Nacht zum Mittwoch bei Piräus den 34-jährigen Pavlos Fyssas (Künstlername: «Killah P.») erstochen zu haben. Vor dem Untersuchungsrichter soll er auf Notwehr plädiert haben. Zur Goldenen Morgenröte habe er nur lockere Beziehungen gehabt. Nach Medienberichten wurde er jedoch kurz vor der Tat von einem Ortsgruppenleiter der Partei angerufen.