Nach vier Monaten im Exil: Jemens Regierungschef zurück in Aden

Als Anfang des Jahres schiitische Huthi-Rebellen grosse Teile des Jemen unter ihre Kontrolle brachten, setzte sich Regierungschef Chaled Bahah nach Saudi-Arabien ab. Nun hat die Armee Teile des Südjemen wieder unter Kontrolle. Bahah kehrte heute in die Hafenstadt Aden zurück.

Jemens Ministerpräsident Chaled Bahah, hier nach seiner Ankunft in Aden. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wieder zurück im Jemen: Ministerpräsident Chaled Bahah, hier nach seiner Ankunft in Aden. Reuters

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Jemen: Wer gegen wen?

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Nach gut vier Monaten im Exil in Saudi-Arabien ist Jemens Regierungschef Chaled Bahah wieder in sein Heimatland zurückgekehrt. Nach Angaben lokaler Journalisten traf er an Bord einer saudischen Militärmaschine auf dem Flughafen der südjemenitischen Hafenstadt Aden ein.

Bahah hatte zusammen mit Staatschef Abd Rabbo Mansur Hadi Ende März das Land verlassen, nachdem schiitische Huthi-Rebellen und abtrünnige Armeeeinheiten weite Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht hatten – darunter die Hauptstadt Sanaa und Aden. Bahah, Hadi und andere Regierungsmitglieder setzten sich nach Saudi-Arabien ab und baten das dortige Königshaus um Hilfe.

Saudi-Arabien startete daraufhin gemeinsam mit anderen arabischen Ländern Luftangriffe auf die Huthi-Rebellen, um Hadi zurück an die Macht zu bringen. Mitte Juli verkündete die Regierung die Rückeroberung Adens und der dazugehörigen Provinz.