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Grenzgefechte zwischen Israel und Libanon
Aus News-Clip vom 29.12.2013.
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International Naher Osten: Auf libanesische Raketen folgen israelische Granaten

Es ist das zweite Grenzscharmützel zwischen Israel und dem Libanon innerhalb von knapp zwei Wochen. Aus dem Zedernstaat fliegen Raketen – Israel feuert zurück. Heizt sich Lage an der Grenze wieder auf?

Zwischen Israel und Libanon ist es zu einem Gefecht mit Raketen und Granaten gekommen. Zunächst waren aus dem Süden Libanons zwei Raketen in den Norden Israels geflogen und explodiert. Laut einem Armeesprecher gingen sie nahe der Stadt Kyriat Schmona auf freiem Feld nieder, ohne Schäden anzurichten.

Nach Angaben libanesischer Sicherheitskräfte feuerte Israel seinerseits 20 Granaten auf den Süden Libanons ab. Die israelische Armee gab lediglich an, auf den Beschuss aus Libanon «reagiert» zu haben. Es soll ebenfalls keine Schäden gegeben haben.

Ein Soldat inspiziert die Stelle, an der eine der Katjusha-Raketen eingeschlagen war.
Legende: Ein Soldat inspiziert die Stelle, an der eine der Katjusha-Raketen eingeschlagen war. Keystone

Zwischen Israel und Libanon hatte es zuletzt Spannungen gegeben, nachdem Mitte Dezember ein libanesischer Soldat einen israelischen Militärangehörigen getötet hatte. Zuvor waren im Jahr 2010 ein israelischer Soldat sowie zwei Militärangehörige und ein Journalist aus dem Libanon erschossen worden.

Militante Dschihadisten als Drahtzieher?

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu warf der Hisbollah vor, hinter den Angriffen zu stehen und sprach von «Kriegsverbrechen». Man sehe die libanesische Regierung als verantwortlich für die Vorfälle. Israel werde weiter hart auf solche Angriffe reagieren.

Ein ehemaliger ranghoher Mitarbeiter des israelischen Militärgeheimdienstes sagte jedoch, er sehe die Hisbollah nicht als verantwortlich für die Angriffe. «Sie hat kein Interesse daran, in einen Konflikt mit Israel verwickelt zu werden», sagte Aviv Oreg.

Er gehe von der Tat einer Organisation mit Verbindungen zum Globalen Dschihad aus, einer militanten Splittergruppe. «Sie wollen Israel provozieren, damit es gegen Hisbollah losschlägt, wegen der fortwährenden Beteiligung der Hisbollah an den Kämpfen in Syrien», sagte Oreg.

Freilassungen und Siedlungsbau – Zuckerbrot und Peitsche

Ungeachtet der jüngsten Gefechte hat Israel angekündigt, 26 palästinensische Langzeithäftlinge freizulassen. Die meisten von ihnen waren wegen Mordes verurteilt worden. Ein israelischer Ministerausschuss hatte den Schritt gebilligt. Die Freilassung wurde 48 Stunden nach der Veröffentlichung erwartet – also am Montag gegen Mitternacht.

Israel will ungeachtet internationaler Einwände parallel dazu neue Siedlungsprojekte ankündigen. Familien von Terroropfern haben heftig dagegen protestiert, dass die Häftlinge freigelassen werden.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von lorenz bertsche , arbon
    Wenn ich ein Israeli wäre, würde ich meine gewonnene Heimat auch verteidigen, denn dann WÜSSTE ich echt was es heisst eine Heimat zu haben. Nach 2000 Jahren Verbannung, keine Heimat, grauenhaften Verfolgungen, da wird man sicher WISSEN was Heimat bedeutet. Heimat für JEDES VOLK ist keine selbstverstäntlichkeit. Geben wir unserer Heimat sorge. "Wohl dem der eine Heimat hat".
    1. Antwort von Otto Würz , Winterthur
      Heimat? Der Boden auf dem Israel steht, wurde den Arabern weggenommen.
    2. Antwort von Markus Guggisberg , Busswil
      @Otto Würz: Araber hat es zur Zeit Abrahams in Israel keine gegeben !!!
    3. Antwort von Ai.Chai , Herisau
      ...mindestens 80 % regulär abgekauft, nicht weggenommen, im 20. Jahrhundert bis zur Zeit Abrahams zurück ....von damals steinigem oder malariaverseuchtem Boden, niemand wollte dieses Land, erst nachdem es urbar gemacht wurde vom jüdischen Volk wurde es interessant.
    4. Antwort von Otto Würz , Winterthur
      @Herr Guggisberg: Da Sie von Abraham reden: Zur Zeit von Jesus war das gesamte Gebiet der heutigen Schweiz römisch. Dürfen also unsere geschätzten Nachbarn aus dem Süden 56% von unserem Land für sich beanspruchen? @Herr Chai: Wie kommen Sie auf 80%? Bei Beendigung des britischen Mandats hatten die Juden gerade mal 6% der Gesamtfläche Palästinas aufgekauft. Sie sollten sich vielleicht sachlicher informieren statt zionistische Propaganda unreflektiert weiterzuverbreiten.
    5. Antwort von Markus Guggisberg , Busswil
      @Otto Würz: In den 4000 Jahren der jüdischen Geschichte Israels ist der Einfluss Roms nur ein kurzes Zwischenspiel. Angesichts solcher Zeiträume formuliert die UNO Resolution 181 Grenzen, die reiner Einbildung entsprechen !!!
    6. Antwort von Ai.Chai , Herisau
      Israel Tangsir 2572 - bitte lesen Sie nach, wie ich auf die ca.80 % gekauftes Land gekommen bin. Danke.
  • Kommentar von Urs Schmidlin , Riehen
    Am 26.12 wurde aus dem Süden Israels berichtet: „Heute morgen verriet uns das Radio, dass eine Raketenabwehr “Eisenkuppel” bei Beer Sheva stationiert wurde, nachdem gestern schon Sderot eine bekommen hatte. Ich nehme an, Ashdod und Ashkelon sind auch versorgt. Offensichtlich befuerchtet Israel Raketenangriffe aus dem Gazastreifen. In der vergangenen Nacht schlug eine bei Ashkelon ein“. In den Medien in der Schweiz war, soweit bekannt, dazu nichts zu finden.
    1. Antwort von Manuel Gasser , Glattpark
      Das ist leider die Berichterstattung im Westen. Hauptsache gegen Israel...
  • Kommentar von Robert Heydrich , Zürich/Berlin
    Israel und die Rechtfertigung, eine unendliche Geschichte.
    1. Antwort von Manuel Gasser , Glattpark
      Hisbollah und Hamas haben es sich auf die Flaggen geschrieben Israel zu zerstören. Jedes Land hat das Recht auf Verteidigung.