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Nato-Soldaten packen in einem Camp in Afghanistan ihr Material.
Legende: Nach 13 Jahren ziehen die Nato-Truppen aus Afghanistan ab. Reuters
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International Nato beendet Kampfeinsatz in Afghanistan

Der längste und verlustreichste Einsatz in der Geschichte der Nato geht zu Ende. Die Kampftruppen der Nato ziehen ab, ersetzt wird die Isaf-Mission durch den Ausbildungseinsatz «Resolute Support». Ein Ende des Krieges gegen die Taliban ist aber nicht in Sicht.

Offiziell endet der Nato-Kampfeinsatz in Afghanistan am 31. Dezember. Die Zeremonie fand aber bereits heute statt. Bei einer Rede vor Soldaten lobte Isaf-Kommandant John Campbell die Fortschritte, die dank des Einsatzes der internationalen Truppen erreicht worden seien.

«Gemeinsam haben wir das afghanische Volk aus der Finsternis der Verzweiflung gehoben und ihm Hoffnung für die Zukunft gegeben», sagte Campbell. Der Einsatz habe «Afghanistan stärker und unsere Länder sicherer» gemacht.

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«Ich habe grosse Fortschritte gesehen»
06:47 min, aus Echo der Zeit vom 28.12.2014.
abspielen. Laufzeit 06:47 Minuten.

Auch wenn im Westen vielen die Mission als gescheitert bezeichnen, dieses Bild sei verfehlt, meint Adrienne Woltersdorf von SPD-nahen Friedrich Ebert Stiftung in Kabul. Seit drei Jahren arbeitet sie in Afghanistan und sie spricht von grossen Fortschritten.

Dies vor allem im zivilen Bereich, militärisch betrachtet hingegen fällt die Bilanz weniger gut aus. Hier ortet Woltersdorf noch einige Herausforderungen für das Land. Die Lage sei noch längst nicht stabil. Die Kontrolle über einzelne Gebiete wechsle immer mal wieder. Das Land brauche nun zwingend eine stabile Regierung, die für einen wirtschaftlichen Aufschwung sorge.

Verlustreicher Einsatz für den Frieden

Die Nato war in den vergangenen 13 Jahren zeitweise mit 140'000 Soldaten in Afghanistan im Einsatz. Insgesamt wurden rund 3500 Isaf-Soldaten in den Kämpfen mit den radikalislamischen Taliban und bei Anschlägen getötet.

Zum Jahreswechsel soll der Kampfeinsatz durch die Mission «Resolute Support» abgelöst werden, eine Ausbildungs- und Unterstützungsmission der Nato, an der 12'500 ausländische Soldaten beteiligt sein sollen.

Afghanistan wurde in den vergangenen Monaten von zahlreichen Anschlägen der radikalislamischen Taliban erschüttert. Nach Angaben der UNO erreichte die Zahl der zivilen Gewaltopfer in diesem Jahr einen Höchststand. Allein von Januar bis November wurden 3188 Zivilisten getötet und 6429 weitere verletzt.

Die Geschichte Afghanistans auf der Zeitachse

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12 Kommentare

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  • Kommentar von P.Fetz , Zürich
    Und was hat es gebracht, NICHTS! Wie bei allen Nato Kriege!
  • Kommentar von Werner Christmann , Stein am Rhein
    Was für eine Bilanz: 13 Jahre Krieg, 3500 Soldaten "verheizt" (von den unzählig traumatisierten Heimgekehrten nicht zu sprechen), unzählige unschuldige Zivilisten getötet und nichts erreicht.
  • Kommentar von Charles Dupond , Vivis
    Ein Bergvolk wird (fast) ewig nur seiner eigenen Theokratie gehorchen. Auch wenn es von dieser aufs Uebelste misshandelt wird. Seien es Frauen peitschende Koranisten, Kinder versklavende Biblisten, oder gar ein staatliches Machtvakuum ausfuellende statt sich wie ueblich einem saekularen Staat human einfuegende Budisten, die aus "Respekt" vor dem Leben Verbrechern "nur" die Knochen brechen und sie in nasse, sich zuziehende Tierheute einnaehen, um die Toetung der "Natur" zu "ueberlassen"....