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International Nato stärkt türkische Luftabwehr

Die Nato will nach dem russischen Eingreifen in den Syrien-Konflikt die Luftabwehr des Bündnispartners Türkei unterstützen. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg betonte jedoch, dies sei keine direkte Reaktion der Nato auf den Abschuss des russischen Kampfjets durch die Türkei.

Stoltenberg an Rednerpult
Legende: Eine Entscheidung über konkrete Massnahmen der Türkeihilfe soll laut Stoltenberg binnen Wochen fallen. Reuters

Die Nato kommt Aufforderungen der Türkei nach einer stärkeren militärischen Unterstützung im Bereich der Luftabwehr nach. «Wir werden an weiteren Massnahmen arbeiten, um die Sicherheit der Türkei zu gewährleisten», sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg kurz vor Beginn eines Aussenministertreffens in Brüssel.

Er betonte allerdings, dass die Entscheidung bereits vor der jüngsten Eskalation der Spannungen zwischen der Türkei und Russland getroffen worden sei. Dazu war es in der vergangenen Woche gekommen, als die türkische Luftwaffe im türkisch-syrischen Grenzgebiet ein russisches Kampfflugzeug abschoss.

Fregatte zur Verfügung gestellt

Wie die Nato-Präsenz im Süden gestärkt werden soll, ist nach Angaben von Stoltenberg noch nicht endgültig entschieden. Er verwies unter anderem darauf, dass Deutschland jüngst für die Nato-Marinekräfte eine Fregatte zur Verfügung gestellt habe, die bereits im östlichen Mittelmeer unterwegs sei. Zudem wollten die Briten einige Kampfflugzeuge zur Verfügung stellen.

Bereits jetzt haben die USA im Rahmen eines bilateralen Abkommens Abfangjäger in der Türkei stationiert, um die Luftabwehr des Landes zu stärken. «Ich erwarte, dass weitere Alliierte zusätzliche Zusagen machen und wir innerhalb weniger Wochen Entscheidungen zu den Sicherungsmassnahmen für die Türkei treffen können», sagte Stoltenberg.

Die USA und Deutschland hatten eigentlich geplant, ihre militärische Unterstützung für die Türkei zurückzufahren.

Moskau steht hinter Assad

Als Hintergrund gilt das militärische Eingreifen Russlands in den Syrien-Konflikt. Dieses wird von der Regierung in Ankara sehr kritisch gesehen, da Russland im Gegensatz zu der US-geführten Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat gleichzeitig auch den syrischen Machthaber Baschar al-Assad unterstützt.

Die Türkei wirft Russland unter anderem vor, auch die in der Grenzregion lebenden Turkmenen zu bombardieren. Die Türkei versteht sich als Schutzmacht dieser Minderheit. In Nato sehen manche Länder den Abschuss des russischen Kampfflugzeugs auch in diesem Zusammenhang und nicht allein in Folge einer Luftraumverletzung.

Kein Truppenabzug

Die Nato hat den geplanten Truppenabzug aus Afghanistan wegen der angespannten Sicherheitslage im Land vorerst gestoppt. Die Aussenminister der Bündnisstaaten beschlossen, den Einsatz am Hindukusch 2016 mit fast unverändertem Aufwand fortzuführen. Rund 12'000 Soldaten werden damit die afghanischen Sicherheitskräfte beraten und ausbilden.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Die Türkei wird unterstützt, obwohl sie nachweislich die Grenze zum IS-Gebiet durchlässig für Kämpfer und Güter gelassen hat und obwohl sie ein russisches Kampfflugzeug abgeschossen hat. Der Pilot, der sich mit dem Fallschrm retten konnte, soll ebenfalls attackiert worden sein. Hätte Putins Armee ein türkisches oder gar ein US-Flugzeig abgeschossen.... die Reaktionen wären nicht auszudenken.
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  • Kommentar von c jaschko (politically correct player)
    Deutschland , bringt uns jeden Tag näher dem was wir uns nicht wünschen :-) Die deutsche Aggression auf das Europa und unsere Demokratie hat sich intensiviert schon wieder :-) Die Mutti geht mal Kumpel Erdogan besuchen und er schiesst gleich mal ein Russisches Flugzeug ab :-)
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  • Kommentar von K. Svec (K. S.)
    Bravo, das nenne ich Deeskalation der Gewalt... Die Türken müssen noch viel mehr Flugzeuge abschiessen können, sonst gibt es keinen Krieg...
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    1. Antwort von Christa lohmann (Saleve2)
      Unfassbar der heutige Bericht über die NATO. Sie muss der Türkei helfen, es ist keine Eskalation. Ja was denn dann. Zur Beruhigung der Türkei gegenüber Russlands. Sie brauchen Hilfe! Und in den nächsten Tagen knallt es dann gewaltig. Das war wieder ein Stück der Aufklärung, was wirklich vor sich geht. Einfach in Portionen verpackt wie ich schon gestern schrieb.
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