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International Nawalny gegen Putin: Tausende protestieren in Moskau

Nachdem die russische Opposition bei den Regionalwahlen am vergangenen Wochenende chancenlos blieb, demonstrierte sie heute in der Hauptstadt. Im Mittelpunkt der Kritik: Präsident Putin.

Tausende Regierungsgegner haben in Moskau unter Führung des russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny für einen Machtwechsel demonstriert. «Russland ohne Putin!», skandierten die Kremlkritiker. Nawalny forderte freie Wahlen, Medien ohne Zensur und eine echte Chance, die Führung von Präsident Wladimir Putin auszuwechseln.

Statt der angemeldeten 40'000 Teilnehmer kamen nur einige Tausend. Die Opposition hatte bei den Regionalwahlen am 13. September kaum einen Erfolg landen können. Nawalny erinnerte in seiner Rede an die Ermordung des früheren Vize-Regierungschefs Boris Nemzow, der Ende Februar in Kremlnähe erschossen worden war.

Auf der Tribüne warf Nawalny dem tschetschenischen Republikchef Ramsan Kadyrow vor, den Mord organisiert zu haben. Den Auftrag dafür habe Kadyrow «wahrscheinlich» von Putin selbst erhalten, behauptete er unter dem Beifall der Demonstranten. Die Ermordung Nemzows hatte international Entsetzen ausgelöst.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Christoph Heierli (help)
    Russland ist ein wundervolles Land. Seine Kultur und seine Geschichte zeugen von der grosser Kraft dieses Landes in vielen Belangen.Russland hängt aber zusehr an seiner Grossmacht - Vergangenheit und an seinen vergangenen Helden. Es braucht einen Politischen Führer der dieses Volk langsam und besonnen in die Zukunft führt. Wie zum Beispiel Dimitri Medwedew. Ihm wäre sehr viel zuzutrauen.Putin ist steckengeblieben.
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    1. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Putin wäre sehr viel weiter gekommen, insbesondere in Zusammenarbeit mit Europa. Aber genau missfiel den USA.
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  • Kommentar von A. Schulze (A. Schulze)
    "nur einige tausend"... Da schauen die ausländischen Geldgeber der anti-putin Opposition dumm aus der Wäsche. Russland ist kein Land, wo man mal eben einen undemokratischen Putsch durchziehen kann, nur weil sich paar tausend vor dem RegierungsGebäude versammeln und man das in den westlichen Medien als die "große Mehrheit" verkaufen kann um die Opposition mit Waffen aufzurüsten. Das funktioniert dort nicht.
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    1. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      Selten so einen Schwachfug gelesen. Seit wann ist in einem Land wo das Volk unter propagandistischem Dauerfeuer steht, eine Demonstration der Versuch eines undemokratischen Putsches? Immerhin sind es 4.000 Demonstranten, die in RUS gefährlich leben. Der RUS KGB-FSB wird da wohl mit seinen Spitzeln sehr aktiv gewesen sein. Wünsche diesen mutigen Leuten alles Gute. Jedenfalls bin ich fassungslos darüber, dass Leute, die hierzulande alle Freiheiten in Anspruch nehmen, Putins System verteidigen.
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    2. Antwort von Kim Hansson (Freddy Tobler)
      Nicht wie in der ukraine geschehen.
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  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    Das ich so was erlebe dürfte. Danke SRF für diese Bericht. Danke, dass Anzahl Teilnehmer würde nicht aufgeputscht. Laut mehrere Neutralen Quellen an Demo waren es knap über 5000 Teilnehmer. Bedeutet das, dass wir wieder zum Journalismus zurückkehren?
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