Neue Dokumente bringen NSA unter Druck

Die britische Zeitung «The Guardian» hat eine weitere NSA-Präsentation veröffentlicht, wonach der US-Geheimdienst unbegrenzten Zugriff auf Internetdaten weltweit habe. Zeitgleich zur Veröffentlichung befasste sich der US-Senat mit den Praktiken der NSA.

NSA-Gebäude Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die ganze Welt fragt sich: Was passiert in diesem verglasten Gebäude? Die NSA-Geheimdienstzentrale liegt in Fort Meade. Keystone

Der in Brasilien lebende US-Journalist Glenn Greenwald veröffentlichte eine Präsentation aus dem Jahr 2008 zum Programm «XKeyscore». Geheimdienstmitarbeiter können danach in «enormen Datenbanken» nach persönlichen Angaben suchen. Für die einzelnen Anfragen bräuchten sie keine Zustimmung eines Richters. Auch die Beobachtung der Internetaktivität einzelner in Echtzeit sei möglich.

Die Präsentation stammt wie vorige Veröffentlichungen aus dem Bestand von Edward Snowden. Diesmal stellte der «Guardian» allerdings den kompletten Schriftsatz ins Netz. Einige Seiten wurden jedoch geschwärzt.

USA veröffentlichen NSA-Dokumente

Die USA haben derweil drei Dokumente veröffentlicht, die Details über die Sammlung von US-Telefondaten durch die NSA enthalten. Die Veröffentlichung wird von Beobachtern als Versuch gewertet, Klarheit in Fragen zur NSA zu schaffen.

Zeitgleich zur Veröffentlichung befasste sich der Rechtsausschuss des Senats mit den Papieren.