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Jahia Sinwar vor einem Bild mit einem Hamas-Kämpfer mit Sturmgewehr.
Legende: Jahia Sinwar ist der neue Hamas-Chef. Hier eine Aufnahme von 2011, als er durch einen Gefangenenaustausch frei kam. Keystone
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Gazastreifen Neuer Hamas-Chef gilt als Hardliner

  • Die radikal-islamische Palästinenser-Organisation Hamas hat Jahia Sinwar zum neuen Chef für den Gazastreifen gewählt.
  • Er tritt die Nachfolge von Ismail Hanija an.
  • Sinwar gilt als Hardliner und steht in den USA auf der Liste «internationaler Terroristen».

Sinwar ist 1962 im Flüchtlingslager Chan Junis im südlichen Gazastreifen geboren worden. Er hat die Essedin-al-Kassam-Brigaden mitgegründet, den bewaffneten Arm der Hamas.

Israel nahm in 1988 wegen «terroristischer Aktivitäten» fest. Er wurde viermal zu lebenslanger Haft verurteilt und sass jahrzehntelang in israelischer Haft. 2011 wiligte Israels Premierminister Benjamin Netanyahu ein, Sinwar zusammen mit weiteren rund 1000 inhaftierten Palästinensern gegen den israelischen Soldaten Gilad Schalit auszutauschen. Der Soldat war fünf Jahre lang von den Hamas festgehalten worden. 2015 setzten die USA Sinwar auf ihre Liste von internationalen Terroristen.

«Einer der radikalsten Hamas-Vertreter»

Sinwar lehnt jegliche Einigung mit Israel ab. Für Kobi Michael, einem ehemaligen hohen Mitarbeiter im israelischen Minsterium für Strategische Angelegenheiten repräsentiert Sinwar «einen der radikalsten und extremsten Vertreter der Hamas». Jetzt ist Sinwar der neue Vorsitzende des Hamas-Politbüros in Gaza.

Die Hamas herrscht seit einem Jahrzehnt im Gazastreifen, der von Israel mit einer Blockade belegt ist. Sie rivalisiert mit der gemässigten Fatah-Organisation, die im Westjordanland regiert.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris  (zombie1969)
    Israel kann beruhigt sein, denn immer mehr Menschen durchschauen die Propaganda der palästinensischen Gotteskrieger. Die Sympathie für Israel steigt seit Jahren wieder in den USA, in Kanada, in Indien, in Russland und in diversen Südost- und Ostasiatischen Staaten. Nur in Europa sinkt die Sympathie für Israel, und zwar in dem Masse, in dem der zugewanderte Antisemitismus steigt. Aber Europa wird langfristig ohnehin muslimisch und daher politisch immer unbedeutender.
    1. Antwort von M. Roe  (M. Roe)
      Sie könnten leider recht haben. Wir haben zu viele "Gutmenschen" die nicht wissen, was sie tun!
    2. Antwort von Kerzenmacher Boris  (zombie1969)
      2) Irgendwann wird das palästinensische Volk erkennen, dass das Problem nicht Israel ist, sondern ihre eigenen Führer.
    3. Antwort von Erwin Jenni  (ej)
      @BK: Exakt. Bessr kann man diesen Umstand nicht beschreiben. Europa ist auf direktem Weg sich selbst aufzugeben. Es ist nur eine Frage der Zeit.
  • Kommentar von Martin Vetterli  (Vetterli)
    Wer Hass sät (Israel) wird Gewalt ernten. So einfach ist das.
    1. Antwort von Walter Starnberger  (Walter Starnberger)
      Nur dass Israel am längeren Hebel sitzt, am deutlich längeren Hebel. Seine arabischen Nachbarstaaten haben das Land schon mehrfach mit Krieg überzogen, und sind jedesmal nach kurzer Zeit klar geschlagen worden.
    2. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Wenn der Spruch stimmt, dann wird die Hamas Gewalt ernten. Es sind nämlich v.a. die Hamas und ähnliche Organisationen, die systematisch seit Jahrzehnten Hass säen.
  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Heutzutage wird ein grosses Maul mit viel Geschrei anscheinend mehr geschätzt, als als friedliche, sachliche und enffiziente Problemlösung. Man kann meinen die Menscheit hat Ihren Zenit überschritten und entwickelt sich zurück!