Vor libyscher Küste NGO muss Schiff von rechtsextremen Flüchtlingsgegnern helfen

Ein Schiff der NGO Sea-Eye. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein Sea-Eye-Schiff sei aufgrund seiner geografischen Nähe zur Hilfe gebeten worden. (Archivbild) SRF/Facebook

  • Das Schiff rechtsextremer Flüchtlingsgegner ist offenbar vor der libyschen Küste in Seenot geraten.
  • Wie die Nichtregierungsorganisationen Sea-Eye berichtete, musste sie der von sogenannten Identitären gecharterten «C-Star» zur Hilfe kommen.
  • Die rechtsextreme Aktion «Defend Europe» wollte mit Aktionen NGOs bei ihren Rettungsmissionen stören.

Ein Sprecher der EUNAVFOR MED Operation Sophia, der EU-Mission zur Flüchtlingsrettung, hätte die NGO am Freitagvormittag informiert, dass die «C-Star» mit «einem Maschinenschaden manövrierunfähig und der Hilfe bedürftig sei», berichtete Sea-Eye in einer Medienmitteilung.

Der NGO-Kutter sei aufgrund seiner geografischen Nähe damit beauftragt worden, den «Identitären» zur Hilfe zu kommen und hätte sich auf den Weg gemacht. An der Aktion «Defend Europe» sind sogenannte Identitäre aus Frankreich, Italien, Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

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