Nichts Neues im Nahen Osten: Kerry auf sechster Friedensmission

US-Aussenminister John Kerry ist unermüdlich. Zum sechsten Mal versucht er im Nahen Osten die versiegten Friedensgespräche neu zu entfachen. Allein: Israel und die Palästinenser beharren auf ihren alten Forderungen. Ein weiteres Kapitel rührender Diplomatie?

US-Aussenminister John Kerry besteigt in der jordanischen Hauptstadt Amman ein Flugzeug. Mit dem Finger zeigt er in Richtung der Zurückbleibenden. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: US-Aussenminister John Kerry will im Nahen Osten dem Frieden erneut den Weg weisen. Reuters

US-Aussenminister John Kerry hat sich zum Auftakt seiner sechsten Vermittlungsmission im Nahen Osten mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas getroffen. Bei dem Arbeitsessen in der jordanischen Hauptstadt Amman ging es um die Wiederaufnahme der seit bald drei Jahren eingefrorenen Friedensgespräche.

Kompromiss nicht in Sicht

Wie viel Erfolg Kerrys Bemühungen beschieden sein werden, ist ungewiss. Denn an den Forderungen Israels und Palästinas hat sich grundlegend wenig geändert.

Abbas will, dass Israel vor Verhandlungen einen Siedlungsstopp erklärt, die Grenzen von vor 1967 als Grundlage von Verhandlungen akzeptiert und mehr als 100 palästinensische Häftlinge freilässt.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat bisher nur einen Siedlungsstopp ausserhalb der grossen Siedlungsblöcke sowie die graduelle Freilassung von Häftlingen während möglicher Gespräche in Aussicht gestellt.