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Boko Haram am Ende Nigerias Staatschef verkündet den Sieg über den Terror

Legende: Video Sieg über Boko Haram abspielen. Laufzeit 00:21 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 24.12.2016.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nigerias Präsident Muhammadu Buhari verkündet den Sieg über die Islamistengruppe Boko Haram.
  • Regierungssoldaten befreien 1880 Zivilisten aus der Hand der Boko-Haram-Kämpfer und verhaftet 500 von ihnen.
  • Die übrigen, flüchtenden Kämpfer sollen verfolgt und der Justiz übergeben werden.
  • Keine Angaben zum Verbleib des Boko-Haram-Anführers Abubakar Shekau.

Nach monatelangen Kämpfen hat die nigerianische Armee nach Regierungsangaben die Islamistengruppe Boko Haram aus dem Sambisa-Wald vertrieben. Damit fällt die letzte Hochburg der Terrorgruppe.

Die Armee habe «zerschmettert, was von den Aufständischen von Boko Haram im ‹Camp Null› im Herzen des Sambisa-Waldes übrig gewesen» sei. Er sei «erfreut und sehr stolz auf die mutigen Soldaten der nigerianischen Armee», sagte Nigerias Präsident Muhammadu Buhari.

Wald als Rückzugsgebiet

Buhari sagte weiter, der Generalstabschef der Armee habe ihm mitgeteilt, «dass die Terroristen auf der Flucht sind, keinen Ort mehr haben, wo sie hin können». Er habe die Soldaten angewiesen, die Islamisten zu verfolgen und sie der Justiz zu übergeben. Zum Verbleib des Boko-Haram-Anführers Abubakar Shekau machte Buhari keine Angaben.

Der Sambisa-Wald liegt im nördlichen Bundesstaat Borno und ist rund 1300 Quadratkilometer gross. Boko-Haram-Kämpfer zogen sich hierhin nach Gefechten mit der Armee zurück.

Boko Haram...

Boko Haram
...kämpft seit Jahren für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. Die Gruppe verübt unter anderem Angriffe auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen. Seit 2009 wurden in dem Konflikt mehr als 20'000 Menschen getötet. 2,6 Millionen Menschen ergriffen angesichts der Gewalt die Flucht.
Menschenrechtsgruppen zufolge verschleppte Boko Haram zudem tausende Frauen und Mädchen. 2014 weiteten die Boko Haram-Kämpfer ihre Angriffe auf die Nachbarländer Kamerun, Niger und Tschad aus. Deren Regierungen schlossen sich daraufhin dem Kampf gegen Boko Haram an. Im März 2015 leistete Boko Haram der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) den Treueschwur.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Reuteler (br)
    Da Boko Haram auch in benachbarten Ländern tätig ist kann von einem "sie haben keinen Ort mehr wohin sie gehen können" natürlich nicht die Rede sein.
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Nigerias Präsident Muhammadu Buhari verkündet den Sieg. Aber diese Boko Harem hat sich lediglich aus dem Staub gemacht. Es muss damit gerechnet werden, dass diese an anderer Stelle sich wieder zurückmelden werden und dann wohl noch aggressiver ans Werk gehen. Von einem Sieg zu sprechen greift also zu kurz. Eine Befriedung kann nur übergangsweise erreicht werden.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Die lukrativen Rohstoffe Nigerias schaffen Begehrlichkeiten. Im Süden, wo die meisten Rohstoffe lagern, herrschen christliche Ethnien. Im Norden eher Muslime. Und weil man nicht teilen will, knallt es eben. Ausländische Konzerne mischen fröhlich mit. Entwicklung der Gesellschaft und Ausgleich sind nicht gefragt. Sie würden nur die Gewinne schmälern.
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    1. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Hr. Szabo, abgesehen davon dass in der Tat die Erträge der Rohstoffe in solchen Ländern (Nigeria ist da nur 1 Beispiel von vielen) miserabel genutzt und verteilt wird, ist Ihre damit verbundene Aussage komplett daneben. Sie suggeriert nämlich dass die Konflikte mit Boko Haram mit diesen Rohstoffen im Süden zu tun haben. Dies wäre aber Quatsch. Die Ziele von Boko Haram sind ganz andere, sie richten sich gegen die Zivilisation per se.
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    2. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Auch wenn Boko Haram andere Ziele verfolgt, so dienen doch die von Szabo angeführten Facts als Rechtfertigungsgrund für diese terroristische Vereinigung. Sie gehören deswegen m.E. zwingend zur Basis einer Gesamtbetrachtung dazu.
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    3. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Wie kommen Sie darauf? Ich habe noch nie gehört dass B.H. eine solche Rechtfertigung vorgebracht hätte.
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