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International Noch immer kein Grab für Nazi-Verbrecher Priebke

Die konservative Piusbruderschaft organisierte am Dienstag eine Trauerfeier für den verstorbenen Kriegsverbrecher Priebke. Die Leiche will aber keiner. Weder sein Geburtsort noch sein langjähriger Wohnort Bariloche oder Rom wollen Priebke beerdigen. Nun verhandeln Deutschland und Italien.

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Krawalle bei Bestattung von Priebke
Aus Tagesschau vom 16.10.2013.
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Der Leichnam des verstorbenen Nazi-Kriegsverbrechers Erich Priebke ruht noch nicht. Die Trauerfeier am Dienstag, welche die erzkonservative Piusbruderschaft organisierte, musste abgebrochen werden. Neonazis kamen mit Anti-Priebke-Demonstranten ins Gehege.

Jetzt liegt der Leichnam von Priebke auf einem italienischen Militärflughafen. Wohin er soll, ist noch unklar. Der Bürgermeister Roms, Ignazio Marino, sagt: «Ich weiss, dass über Entscheidungen nachgedacht wird und ich schliesse nicht aus, dass es Kontakte zwischen unserer Regierung und derer Deutschlands geben wird».

Leichnam nicht erwünscht

Sein Geburtsort Hennigsdorf in Berlin will den Leichnam nicht. Sein langjähriger Wohnort Bariloche in Argentinien möchte auch keinen Kriegsverbrecher auf ihrem Friedhof. Und auch Rom «kann kein Begräbnis eines Mannes akzeptieren, der aktiv an der Exekution von 335 Menschen teilgenommen hat», sagt Bürgermeister Marino.

Priebke war SS-Offizier und 1944 massgeblich an einem Nazi-Massaker an Zivilisten in der Nähe von Rom beteiligt. Um 33 eigenen Soldaten zu rächen, die von einer Partisanen-Gruppe ermordet wurden, erschossen die Nazis pro getöteten Soldat 10 Zivilisten. Priebke führte Buch und stellte am Ende fest: Es wurden fünf Opfer mehr als geplant getötet – nämlich 335.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Fadri Pitsch , 8004 Zürich
    Wo bleiben seine Angehörigen? Wenn niemand sich zu Ihm bekennt, dann gibt es nur eines,Kremation.Punkt. Sonst kommt den Neo NAzis noch in den Sinn auch noch nach Rom zu reisen. Es gibt genügend Gräber wo dieses Gesindel regelmässig hinfährt. Leider gehört da nicht nur D sondern auch das schöne Süd Tirol dazu.
    1. Antwort von Marcel Chauvet , Weißenstadt
      @Fadri Pitsch: Neonazis gibt es überall in Europa, sogar in der Schweiz. Sie sollten sich besser informieren und nicht selektiv und immer pauschal "Deutschland" beschuldigen."Deutschland"jedenfalls hat bei den letzten Wahlen am 22. Sept. 2013 keine scharfen Rechtsaußen in den deutschen Bundestag gewählt(vorher auch nicht), wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass solche bei Ihnen hofrecht und zu Hauf in Ihren Volksvertretungen einem Handwerk nachgehen das einen üblen Nachgeschmack hinterlässt.
  • Kommentar von Harald Girschweiler , 9500 Wil SG
    @SRF: Ich habe, so glaube ich, einen guten Vorschlag gemacht, der wieder einmal mehr nicht publiziert wurde: Feuerbestattung und die Verteilung der Asche über das Meer - aus die Maus....und keine grossen Kosten und keine Wallfahrtsstätte für Neonazis!!!
  • Kommentar von Franz NANNI , Nelspruit SA
    Schuettet seine Asche in eine Toilette!
    1. Antwort von Marcel Chauvet , Weißenstadt
      ....ich bin immer wieder überrascht von Ihren "feinen" Wesenszügen. Der Leichnam liegt im Sarg und muss bestattet werden, es ist aber aus Gründen der Pietät Brauch, dies nicht in einer Toilette zu tun, egal was der Mann früher mal angestellt hat. Oder wären Sie in der Lage sowas wirklich zu bewerkstelligen ?