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UNO prangert an Nordkorea umgeht Sanktionen mit Firmengeflecht

Die Diktatur schafft weiterhin Menschen, Geld und Güter über die Grenzen. Und liefert möglicherweise Waffen an Eritrea.

Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un, dahinter viele Sänger in Uniform
Legende: Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un am 23. Februar 2017 bei einem Konzert des Staatschores. Reuters

Das Wichtigste in Kürze

  • Nordkorea umgeht die internationalen Sanktionen mit einem Geflecht aus Firmen in der ganzen Welt.
  • Zudem gibt es Anzeichen, dass etwa der Waffenhandel mit Eritrea anhält.
  • So steht es in einem UNO-Bericht, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

Nordkorea gelinge es, weiterhin Menschen, Geld und Güter über die Grenzen zu schaffen. Auch der grenzüberschreitende Waffenhandel dauere an, heisst es in einem Bericht der Vereinten Nationen. Unterstützt werde die Umgehung der Sanktionen durch einen noch immer teilweise möglichen Zugang zum Bankensystem.

Die UNO-Mitgliedsstaaten sollten «erhöhte Wachsamkeit» gegenüber nordkoreanischen Diplomaten üben, die in wirtschaftliche Aktivitäten verwickelt seien. Einige von ihnen leisteten finanzielle Unterstützung für illegale Netzwerke, schrieben die UNO-Experten.

Dem 100-seitigen Bericht zufolge gibt es Anzeichen, dass etwa der Waffenhandel mit Eritrea anhält. So sei im Juli eine Lieferung von militärischer Kommunikationsausrüstung abgefangen worden.

Auch exportiere Nordkorea Mineralien, obwohl diese unter die Sanktionen fallen. Für Nordkorea ist Kohle das wichtigste Exportgut. China hat jedoch die Grenzen geschlossen. Damit setzt das Land die von den Vereinten Nationen verhängten Sanktionen um. Diese zielen darauf ab, die Regierung in Pjöngjang von Devisen abzuschneiden, die das Land für sein Atom- und Raketenprogramm benötigt.

12 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Zeller (jaro)
    Auf dem Bild ist schön ersichtlich, wie die Beteiligten Angst haben. Man lächelt und Offiziere laufen dem Diktator klatschend nach. Wenn einer zu wenig klatschen würde, könnte dies schon sein Todesurteil sein. Nordkorea ist sicherlich eines der unberechenbarsten und gefährlichsten Länder, die es zurzeit gibt. Das Land ist dauernd für böse Uberraschungen gut. Respekt vor dem Leben ist in diesem Land unbekannt. Man kann einfach nur beten, dass dieses Land endlich frei wird.
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Sanktionen sind ein Mittel des Krieges - und zwar gegen die Bevölkerung. Sanktionen treffen immer die Ärmsten am heftigsten. Die "westliche Wertegemeinschaft" sollte endlich aufhören die Welt in Gut und Böse einzuteilen, sondern sie sollte sich zu einer multipolaren Weltordnung hin entwickeln - zum Wohle aller Menschen.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Genau, das ist weltweit die Devise der egoistischen, skrupellosen Kriegsmaterial-Lobby - Profitgier um jeden Preis, Hauptsache, das Geschäft floriert!! Menschenleben werden rücksichtslos in Kauf genommen! Und auch bei diesen "blutigen Geschäften", mischt die Schweiz kräftig mit und sendet im nachhinein Mio an "humanitärer Hilfe"......Beschämende, verantwortungslose Ausreden: Arbeitsplatzbeschaffung, Kontrollen....bla, bla!!
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