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International Novartis erneut im Visier der US-Justiz

Der Basler Pharmakonzern steht in den USA unter Anklage. Eines seiner Tochterunternehmen soll Apotheken Schmiergelder bezahlt haben, damit sie ein Novartis-Medikament an Stelle günstigerer Generika verkaufen.

Novartis steht in den USA wegen unlauterer Geschäftspraktiken am Pranger. Ein Tochterunternehmen soll mehreren Apotheken-Ketten in den USA so genannte Kickbacks bezahlt haben. Die New Yorker Staatsanwaltschaft und die US-Bundespolizei (FBI) haben Novartis angeklagt.

Die Tochter des Basler Pharmakonzerns soll Apotheken am Umsatz seiner Medikamente für Nierentransplantationen beteiligt haben – in Form von Rabatten und Ermässigungen. Im Gegenzug verkauften sie das teure Medikament von Novartis anstelle eines günstigeren Generikums.

Dadurch habe die amerikanische Öffentlichkeit einen Schaden in der Höhe von mehreren zehn Millionen Dollar erlitten, teilte das FBI mit. Es nehme die Anschuldigungen sehr ernst, wegen der möglichen Auswirkungen auf das Gesundheitssystem und die Öffentlichkeit. 

Die Staatsanwaltschaft bezeichnete den Konzern als «Wiederholungstäter». Nach ähnlichen Vorwürfen hatte Novartis im September 2010 einer Vergleichszahlung von über 422 Millionen Dollar zugestimmt. Novartis wies die neuen Vorwürfe zurück.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Hr. Von Arx, Burgdorf
    Angriff auf die Schweiz - ich blase zum Gegenangriff! Attacke! Attacke!! Attacke!!!
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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Die Amis haben kein Geld mehr. Sie sollten dies mal zugeben, statt die ganze Welt verklagen zu wollen für ein paar Fränklein. Da macht sich die USA nur noch selbst lächerlich, wie ein kleines Kind, das sich nicht vom Lollipop trennen will und dafür Mama ans Bein klopft in lautem Geheul.
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    1. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Diesem kleinen "Kind" da, steht jedoch eine geballte Macht an Einfluss und Durchsetzungsvermögen zur Seite. Es ist eine gefährliche Entwicklung im Gange. Hier werden ansonsten doch typische Umsatzvergütungen (Rabatte) an Apotheken als eine Form von illegale Schmiergeldzahlungen betrachtet. - Offenbar verspricht sich da jemand beim Klagen, einen echten Marktvorteil oder eine Vergütung fürs Fallenlassen der Klage, gewissermassen so ein neue Art von Ablasshandel. (sehr gefährlich!)
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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Dieser Fall wird sehr interessant sein. Offenbar werden Rabatte & Preisnachlässe, bzw. Ermässigungen sowie Umsatzbeteiligungen im Zusammenhang gebracht von sog. Schmiergeldzahlungen. Das wird sehr interessant. Rabatte und Umsatzbeteiligungen sind grundsätzlich ja zuerst einmal sog. Marketingmassnahmen. Letztlich frägt sich dann hier auch, welche Marketing-Strategie ein Unternehmen noch machen darf, ohne an den Pranger zu geraten. (sehr interessant)
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