Obama: Dank an die Schweiz für Hilfe bei Gefangenenaustausch

Der Westen hat am Wochenende seine langjährigen Sanktionen gegen den Iran aufgehoben. Die USA und der Iran haben ausserdem Gefangene ausgetauscht. Die Schweiz spielte dabei eine wesentliche Rolle. US-Präsident Barack Obama bedankte sich denn auch explizit bei der Schweiz.

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Obama dankt, Burkhalter gibt sich bescheiden

0:28 min, aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 17.1.2016

Der Gefangenenaustausch zwischen den USA und dem Iran steht für eine neue Stufe der Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Teheran liess den «Washington-Post»-Reporter Jason Rezaian und drei weitere US-Gefangene frei, im Gegenzug erklärten sich die USA zur Freilassung sieben iranischer Häftlinge bereit.

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Schweiz vertritt die USA

Die Schweiz vertritt die Interessen Washingtons in Teheran, seitdem die USA und der Iran wegen der Erstürmung der US-Botschaft in Teheran 1979 ihre diplomatischen Beziehungen abgebrochen hatten.

Burkhalter: «Hatten eine bescheidene Rolle»

Die Schweiz hatte den Austausch vermittelt. US-Präsident Barack Obama dankte der Schweiz denn auch explizit für ihre Unterstützung: «Ich möchte der Schweizer Regierung danken, die unsere Interessen im Iran vertritt. Ihre Hilfe war wichtig».

«Wir hatten eine bescheidene Rolle beim Gefangenenaustausch» sagte der Schweizer Aussenminister Didier Burkhalter. «Aber eine Rolle, die das Vertrauen beider Seiten erhöht hat. Und ohne Vertrauen macht man nichts in solchen Situationen.»

Bundesrat hofft auf intensivere Beziehungen mit Iran

Auch die Schweiz hat die Sanktionen gegen den Iran nach neun Jahren aufgehoben. Der Bundesrat äusserte sich zuversichtlich, dass nun eine «Intensivierung des politischen und wirtschaftlichen Austausches mit dem Iran» ermöglicht werde. Gleichzeitig beglückwünschte er die beteiligten Parteien zur erfolgreichen Umsetzung des Abkommens, wie das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung von Bundespräsident Johann Schneider-Ammann mitteilte.

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