Öcalan will PKK abrüsten

Eine «historische Entscheidung», sagt PKK-Chef Abdullah Öcalan: Die verbotene kurdische Arbeiterpartei soll den bewaffneten Kampf aufgeben und ihre Ziele mit demokratischen Mitteln verfolgen. Die türkische Regierungspartei begrüsst den Entscheid.

Demonstranten halten Fahnen mit Öcalans Gesicht in die Höhe Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kurdenführer Öcalan sitzt seit 1999 im Gefängnis. Sein Einfluss auf die Kurden ist aber ungebrochen. Reuters

Der inhaftierte Chef der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan, hat die Organisation zum Abrüsten im Konflikt mit der Türkei aufgefordert. «Ich appelliere an die PKK, im Frühjahr einen ausserordentlichen Kongress zu halten», verlas der türkische Abgeordnete Sirri Sureyya Onder von der pro-kurdischen Partei HDP am Samstag aus einem Brief Öcalans. Dabei solle eine «strategische und historische Entscheidung» getroffen werden, den bewaffneten Kampf aufzugeben und ihn durch eine demokratische Politik zu ersetzen.

Die islamisch-konservative Regierungspartei AKP begrüsste den Aufruf Öcalans. Vize-Ministerpräsident Yalcin Akdogan sagte laut einem Bericht der «Hürriyet», seine Regierung sei daran interessiert, die Friedensverhandlungen mit der PKK zum Abschluss zu bringen.

Öcalan sitzt seit 1999 im Gefängnis. In den vergangenen Jahren spielte er eine wichtige Rolle im Dialog mit der Regierung in Ankara. Viele Kurden hatten sich jüngst aber über den nur langsam fortschreitenden Friedensprozess beschwert. Die PKK hatte zuletzt im März 2013 einen Waffenstillstand im Kampf gegen die türkische Regierung ausgerufen.