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Trumps Team Offener Streit um den künftigen US-Aussenminister

Die Benennung des künftigen US-Aussenministers sorgt für Streit im Lager des designierten Präsidenten Donald Trump. Unterstützer rieten Trump öffentlich von der Nominierung des Republikaners Mitt Romney ab, der Trump im Wahlkampf scharf kritisiert hatte.

Trump und Romney
Legende: Nachruf vor Amtsübernahme? Trumps Kandidat für das Aussenministerium, Romney, scheint auf verlorenem Posten. Keystone
  • Die Personalie Romney sorgt unter Republikanern für Gesprächstoff.
  • Viele raten Trump davon ab, diesen als Aussenminister zu ernennen.
  • New Yorks Ex-Bürgermeister Giuliani ist noch im Gespräch.

Die Besetzung des künftigen US-Aussenministers sorgt im republikanischen Lager für heftige Debatten.

Die Personalie Romney habe eine «Sintflut» an Kommentaren in den sozialen Medien und in ihren persönlichen Nachrichten ausgelöst, schrieb Trumps Wahlkampfchefin und enge Beraterin Kellyanne Conway auf Twitter. «Einige Trump-Loyalisten warnen vor Romney als Aussenminister.»

Romney kein Vertreter der «Amerika-zuerst-Politik»

Zu den Kritikern zählte der frühere Parlamentschef Newt Gingrich, der Trump im Wahlkampf schon früh unterstützt hatte. «Mir fallen 20 Leute ein, die besser zu Trumps Vision von Aussenpolitik passen würden», sagte Gingrich im Sender Fox News mit Blick auf Romney. Er hege Zweifel, ob Romney wirklich die «entschlossene Amerika-zuerst-Politik» vertreten könne, mit der Trump im Wahlkampf geworben hatte.

Der frühere Gouverneur Mike Huckabee, ein Vertreter der Parteirechten, sagte dem Sender, er sei «immer noch sehr unglücklich damit, dass Mitt im Wahlkampf alles versucht hat, um Donald Trump scheitern zu lassen».

«Blender» und «Betrüger»

#NeverTrump-Organisator Romney, der Präsidentschaftskandidat des Jahres 2012, hatte im Wahlkampf die innerparteiliche Opposition gegen Trump organisiert und diesen als «Blender» und «Betrüger» bezeichnet. Romney steht für das republikanische Parteiestablishment, gegen das viele Trump-Anhänger Vorbehalte haben.

Als weiterer Anwärter auf den Posten des Aussenministers gilt der frühere New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani, ein enger Gefolgsmann Trumps. Giuliani machte nach Informationen der «New York Times» intern seinen Anspruch auf den Posten deutlich und habe signalisiert, dass er für ein anderes Amt nicht zur Verfügung stehe.

Weitere Personalentscheide bereits heute?

Gegen Giuliani sprechen möglicherweise seine Geschäftsaktivitäten im Ausland, die Interessenkonflikte bewirken könnten.

Trump verbrachte den Donnerstag, an dem die US-Bürger den Feiertag Thanksgiving begehen, auf seinem Anwesen in Florida. Auf Twitter schrieb er: «Ich arbeite hart, sogar an Thanksgiving.» Weitere Personalentscheidungen werden frühestens für heute erwartet.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Susanne Lüscher (Lol)
    Ein Lügner und Betrüger wirft dem anderen selbiges vor, es darf geschmunzelt werden. Auf der anderen Seite muss man auch sagen, Wahlkampf ist Wahlkampf und da wird in den USA knallhart und rücksichtslos gearbeitet. Jetzt ist der vorbei und es geht darum, was das "Beste für das Land" ist und da spielt es keine Rolle mehr, was im Wahlkampf gesagt worden ist.
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
      Sehr geehrte Frau Lüscher wer im Kabinett von Trump ist sagt viel aus wohin die Reise geht. Er har schon kurz nach den Wahlen gelogen, wie die meisten Politiker, Er hat gesagt das Er ein Präsident sein will für alle Amerikaner, doch bis jetzt hat Er nur Leute geholt mit der gleich Ideologischen Einstellung, das zeugt nicht auf eine Regierung aus die alle im Auge haben will. Man kann Obama viel nachsagen, doch nicht das Er so Ideologisch war, denn Er hatte sogar Republikaner in seiner Regierung.
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  • Kommentar von D. Schmidel (D. Schmidel)
    Ich würde die Aussenpolitik Merkel überlassen. Sie zockt mit Flüchtlingen.
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    1. Antwort von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
      Die SVP und andere Populisten zocken, sprich bewirtschaften Menschen in Not, nicht Merkel.
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  • Kommentar von Marianne Berta (Nyima)
    "Echt auffällig, wie man sich da auf jedes Räuspern rund um diese Personalentscheide in den Medien bemüht." Richtig! Es wäre besser, auf die Entscheide zu warten, als sich in Mutmassungen zu ergehen. Dabei gibt es brennende News, wie die Proteste der Sioux und anderer First Americans in STANDING ROCK gegen die geplante Pipeline. WIESO SCHWEIGT DIE SCHWEIZER PRESSE, liebes SRF? Gibt es entsprechende Anweisungen???
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
      Ganz einfach weil das nationale Problem der USA sind. Aber wer im Kabinett von Trump ist hat auch Auswirkungen auf uns. Und übrigens wird hier viel weniger Berichtet als Behauptet wird. In anderen Medien wird schon seit Tagen über Wahlfälschungen in den Swing Staats Wisconsins und Pennsylvania diskutiert und hier bei SF hat man darüber noch keine Zeile gelesen.
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