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Gläubige bei der Prozession durch die Via Dolorosa in Jerusalem
Legende: Gläubige bei der Prozession durch die Via Dolorosa in Jerusalem Reuters
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International Ostern in Rom und Jerusalem: Gebete, Kreuze und viel Militär

Für Christen in aller Welt haben die Osterfeiern begonnen. In Jerusalem verfolgten Tausende die traditionelle Prozession durch die Via Dolorosa. In Rom findet der Kreuzweg am Abend vor dem Kolosseum statt. Allen Feierlichkeiten ist eines gemeinsam: Sie stehen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen.

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen haben gläubige Christen in aller Welt die Osterfeierlichkeiten begonnen. Am Karfreitag versammelten sich Tausende Christen in Jerusalem, um in einer traditionellen Prozession durch die Via Dolorosa zu ziehen. Sie gingen den Weg nach, den Jesus zu seiner Kreuzigung zurückgelegt haben soll. Zum Gedenken an sein Leiden trugen viele Pilger Holzkreuze.

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Starke Sicherjeitsvorkehrungen an Prozession (unkomm.)
Aus News-Clip vom 25.03.2016.
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Die Prozession durch die Jerusalemer Altstadt zur Grabeskirche wurde von einem starken Aufgebot teils schwer bewaffneter Sicherheitskräfte begleitet. In den vergangenen Monaten war es in Israel und den Palästinensergebieten zu mehreren Anschlägen gekommen.

Strenge Sicherheitsvorkehrungen in Rom

In Rom bereiteten sich Anti-Terror-Einheiten und Spezialkräfte der Polizei auf den Kreuzweg vor, der am Abend am Kolosseum stattfinden sollte. Das Gelände rund um das antike Amphitheater sollte weiträumig abgesperrt und mit Metalldetektoren ausgestattet werden. Spürhunde würden eingesetzt, um die «Via Crucis» mit Papst Franziskus zu überwachen, berichteten italienische Medien.

Zehntausende Menschen verfolgen alljährlich die stimmungsvolle Zeremonie, die als eine der schönsten Andachten im römischen Kirchenjahr gilt. Der Kreuzweg erinnert in 14 Stationen an den Leidensweg Jesu. Die Meditationen dazu wurden von Kardinal Gualtiero Bassetti, dem Erzbischof von Perugia, verfasst.

Papst wäscht Flüchtlingen die Füsse

Am Gründonnerstag hatte Franziskus die Osterfeierlichkeiten mit der traditionellen Chrisam-Messe eingeläutet und dabei die heiligen Salbungsöle geweiht. Am Abend fuhr er in eine Unterkunft für Asylbewerber vor den Toren Roms und wusch dort elf Flüchtlingen und einer Mitarbeiterin der Einrichtung die Füsse.

Die für das Ritual ausgewählten Menschen waren Muslime aus Mali, Christen aus Nigeria, orthodoxe Koptinnen aus Eritrea und ein indischer Hindu. Der Papst hatte erst im Januar per Dekret Frauen und Mädchen offiziell zu dem Ritual zugelassen.
Die Fusswaschung am Gründonnerstag erinnert symbolisch daran, wie Jesus beim letzten Abendmahl die gleiche Geste an seinen Jüngern vollzogen hatte und gilt als Akt der Demut und der christlichen Nächstenliebe. Der Argentinier war ganz einfach in Weiss gekleidet und trug keine Kopfbedeckung.

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Geste der Demut: Papst wäscht Flüchtlingen die Füsse
Aus News-Clip vom 25.03.2016.
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Feiern gehen bis Sonntag weiter

Mit einem Gottesdienst im Petersdom hat Papst Franziskus am Karfreitag des Leidens und Sterbens Jesu gedacht. Nach Lesungen aus der Heiligen Schrift und den Grossen Fürbitten stand die Verehrung des Kreuzes im Zentrum der Feier.
Zu Beginn der Kreuzanbetung warf sich Franziskus, wie es die Karfreitagsliturgie vorschreibt, zu Füssen des Altars nieder. Hier verweilte er einige Minuten lang betend.

Am Samstag werden die Feierlichkeiten im Vatikan mit der traditionellen Osternacht im Petersdom fortgesetzt. Der Gottesdienst unter Leitung von Papst Franziskus erinnert an die Auferstehung Christi.

Für Franziskus endet sein viertes Osterfest als Oberhaupt der katholischen Kirche am Sonntag mit der Ostermesse. Dann verkündet der 79-Jährige seine Osterbotschaft und spendet den traditionellen Segen «Urbi et Orbi» - der Stadt und dem Erdkreis. Im Heiligen Land wird der lateinische Patriarch in der Grabeskirche die Messe zur Auferstehung von Jesus Christus zelebrieren.

Mit einem Gottesdienst im Petersdom hat Papst Franziskus am Karfreitag des Leidens und Sterbens Jesu gedacht.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    . Das Symbol der Christenheit, das Kreuz, wird in diesen Tagen besonders verehrt. Leider wird es aber während des Jahres mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt, aus Rücksicht auf fremde Religionen. Hier eine wahre Begebenheit dazu: Es trafen sich Vertreter der vier Religionen. Der Muslim erschien mit dem Gebetsteppich, der Jude mit dem 7-arnigen Leuchter, der Hindu mit der Buddhastatue und der Christ - mit einem kleinen Plastik-Jesuskindlein in den Händen. Bescheidenheit im Sinn Franziskus'?
    1. Antwort von James Klausner  (Harder11)
      Hübsche Geschichte, mir fehlt die Pointe. Wenn der Hindu mit der Buddha-Statue erscheint, bringt der Buddhist dann das "Oschternäschtli"? Das Jesuskindlein ist aus Plastik? das steht warum für Bescheidenheit? Welches Material wurde für den Gebetsteppich genommen? Arni-Schoggi mochte ich nie so recht. Trotzdem sonnige Ostern ;-))
    2. Antwort von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
      James Klausner, Sie vermissen die Pointe von der "hübschen Geschichte"? Ganz einfach: Der Christ wollte wahrscheinlich mit dem Kreuz die andern nicht provozieren, brachte also das bescheidene unscheinbare "Symbölchen" Jesuskindlein aus Plastik mit. Alles klar? Ebenfalls sonnige Ostern und vergnügliches Eiersuchen,.
  • Kommentar von Erwin Jenni  (ej)
    Scheinbar ist im Appatheitsstaat Israel eine Prozession von Christen durch die Hauptstadt des jüdischen Staates bedenkenlos möglich. Diese Prozession wird sogar durch israelische Sicherheitskräfte beschützt, denn es gibt immer wieder Übergriffe von Muslimen auf Christen. Es ist interessant, dass die Christen in Israel die einzigen sind im ganzen Nahen Osten, denen eine solche Feier überhaupt möglich ist. In allen anderen umliegenden Ländern werden sie mitlerweile verfolgt oder ermordet.