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International Palästina zeigt Flagge bei der UNO

Die Flagge Palästinas weht nun auch am UNO-Hauptsitz in New York. Es ist zumindest ein symbolischer Erfolg für Präsident Mahmud Abbas. Im Nahen Osten hingegen geht für seine Regierung nichts voran. Allerdings ist auch die Aufkündigung des Oslo-Friedensprozesses eher ein symbolischer Akt.

Legende: Video Palästina-Flagge weht neu auf dem UNO-Gelände abspielen. Laufzeit 01:12 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 01.10.2015.

193 Länder sind Mitglieder der Vereinten Nationen; ihre Flaggen hängen in einer langen Reihe vor dem UNO-Sitz in New York. Seit dem Papstbesuch vor einer Woche hängt dort auch die Fahne des Vatikans, und jetzt auch die palästinensische. Zwar sind weder der Vatikan noch Palästina Mitglieder der UNO. Doch beide werden als Beobachterstaaten anerkannt.

Der Flaggenaufzug ist der Höhepunkt in einer Serie von diplomatischen Erfolgen Palästinas bei den Vereinten Nationen. UNO-Generalsekretät Ban-Ki Moon spricht von einem Tag des Stolzes und der Hoffnung für die Palästinenser überall in der Welt. Ein wichtiger diplomatischer Erfolg war vor drei Jahren die Aufwertung vom blossen Beobachter zum Beobachterstaat. Dazu gehört die Möglichkeit für Palästina, zahllosen internationalen Organisationen beizutreten. Bei der Unesco und beim Internationalen Strafgericht ist das bereits geschehen.

Stillstand bei den Verhandlungen mit Israel

Die diplomatische Offensive ist für Palästina jedoch bloss eine Verlegenheitslösung, weil es vor Ort, im Konflikt mit Israel, nicht die geringsten Fortschritte gibt. Abbas mahnte seine Landsleute daher beim Flaggenaufzug einmal mehr zu Geduld: Die Morgendämmerung werde kommen. Dies dürfte allerdings lange dauern. Abbas selbst glaubt kaum ein eine Friedenslösung mit Israel.

Deshalb hatte er kurz vor der Flaggenzeremonie in der UNO-Generaldebatte erklärt, er kündige das Oslo-Abkommen von 1993 mit Israel auf. Auch das ist eher ein symbolischer Akt. Denn seine Regierung hat gar keine andere Wahl, als in vielen praktischen Fragen weiterhin mit Israel zusammenzuarbeiten.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Margot Helmers (Margot Helmers)
    Am Dienstag war das Themenabend auf Arte, super Doku: http://www.arte.tv/guide/de/055180-000/milliarden-fuer-den-stillstand Die EU spielt ein fieses spiel, sie macht die Zweistaatenlösung von Friedensgesprächen abhängig. Logisch das Israel daran gar nicht interessiert ist, so können sie weiterhin systematisch den Palästinänsern ihr Land rauben. Das geschieht ganz perfide mit Wasserdiebstahl. Die EU + D. bezahlen nach aussen viele Milliarden, aber das sind Nebelpedarden für die Öffentlichkeit.
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    1. Antwort von Simon Solenthaler (S.Solenthaler)
      Die ethnische Säuberung von Judäa,Samaria(Westjordanland) und Ostjerusalem beim arabischen Angriff von 1948 ist für sie wohl kein Thema? Israel hat sogar 1967 die UNO-Resolution 242 akzeptiert. Ein Rückzug, wenn erforderlich, hat erst nach Erreichung des Ziels, der Festlegung sicherer, von allen Parteien anerkannter Grenzen zu erfolgen. Damit verbunden ist die Anerkennung des Staates Israel, was mit den Satzungen von HAMAS und FATAH unvereinbar ist.
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  • Kommentar von Denis Vuono (Denis Vuono)
    Auf dem tembelberg wo einst der salomonische und nachher der herodianische tempel standen, wo die Juden ihren Gott feierten und ihm opferten, steht eine Moschee! Empörung pur! Geht mal nach Mekka wo die Kaaba steht und baut dort eine Kirche oder einen Synagoge.....aufschrei überall! Hier aber im fall des tempelbergs stört sich niemand daran....
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    1. Antwort von Simon Solenthaler (S.Solenthaler)
      Als nicht Moslem dürfen Sie erst gar nicht nach Mekka.
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    2. Antwort von roland goetschi (pandabiss)
      Also die Geschichte Jerusalems ist doch ein bischen komplizierter. Im Jahre 637 konnte eine arabische Armee Jerusalem einnehmen. Den Juden wurde nach der arabischen Eroberung die Ansiedlung in Jerusalem wieder gestattet, was die praktisch 500 Jahre währende Phase jüdischer Vertreibung aus der Stadt endgültig beendete. Nur ein kleines Beispiel einer langen Geschichte.
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  • Kommentar von Denis Vuono (Denis Vuono)
    Auf der heiligen ståtte Israels, auf dem tempelberg steht eine moschee! Warum empört sich die welt nicht? Das ist etwa so wie wenn Israel in Mekka einen Tempel baut um ihren Gott anzubeten und damit den kult der muslime aufheben oder verhindern um ihrr kaaba zu pilgern
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