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Angriff auf den Champs-Elysées Panik am Triumphbogen

Das Wichtigste in Kürze

  • Der neuerliche Anschlag in Paris hat Menschen Angst und Schrecken versetzt. Touristen kommen nicht in ihre Hotels, Menschen sind in Restaurants und Büros eingeschlossen.
  • Die meisten Menschen in dem abgeriegelten Stadtviertel kennen die Details der Bluttat nicht. Touristen wollen nur eins – in ihr Hotel zurückkommen.
  • «Wie sollen wir wählen, angesichts dieser Bedrohung?», fragt sich eine Frau.

«Bougez-vous!» (Bewegen Sie sich!) – der schwerbewaffnete Polizist drängt Passanten zurück, die auf den Prachtboulevard Champs-Elysées gelangen wollen.

«Wir konnten nicht raus»

Die Rue de Berri im schicken achten Pariser Stadtbezirk ist nicht abgesperrt. Doch Einheimische und Touristen folgen den Anweisungen des Ordnungshüters, der keinen Widerspruch duldet. Über dem Areal kreist ein Helikopter, Polizeisirenen heulen.

Einige Strassenblöcke weiter, dieselbe gespenstische Atmosphäre. In der Rue de Balzac werden Angestellte von Sicherheitskräften aus ihren Büros begleitet. «Wir haben die Polizei vor der Tür gesehen, wir konnten nicht raus», erzählt Céline, eine Anwältin.

«Einige gerieten in Panik»

Ein Mann berichtet, er habe im Restaurant «Bistrot Romain» auf den Champs-Élysées gegen 21 Uhr Schüsse gehört. «Viele sind in die erste Etage gelaufen», erzählt er. «Einige gerieten in Panik.» Ein anderer Mann ergänzt, der Angreifer habe ganz bewusst die Ordnungshüter attackiert.

Der Anschlag überschattet die Präsidentenwahl, die unmittelbar bevorsteht. «Wie sollen wählen, angesichts dieser Bedrohung?», fragt sich eine Frau, die hektisch an einer Zigarette zieht. Frankreich wird seit gut zwei Jahren von einer beispiellosen Terrorserie erschüttert, die über 230 Menschen aus dem Leben riss.

«Das sollten Ferien sein»

Die meisten Menschen in dem abgeriegelten Stadtviertel kennen die Details der Bluttat nicht. Touristen wollen nur eins – in ihr Hotel zurückkommen. «Das sollten Ferien sein», bemerkt John aus San Francisco in Kalifornien resigniert. Später nimmt die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Attacke für sich in Anspruch.

In der Gegend gibt es zahlreiche Hotels, die Champs-Élysées mit vielen Geschäften und Restaurants sind bei den Paris-Gästen besonders beliebt. Der obere Teil der Prachtstrasse in der Nähe des Triumphbogens ist komplett von Sicherheitskräften abgesperrt. Geschäfte haben ihre Rollläden heruntergelassen, mehrere U-Bahn-Stationen sind aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Legende: Video Tödliche Schüsse in Paris abspielen. Laufzeit 3:39 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 20.04.2017.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Heim (Ursus)
    Ein weiteres dieser Ereignisse die dem FN die Wählerschaft in die Arme treibt. Ein Wimpernschlag vor dem Wahl-Sonntag wird das sicher noch minimal das Ergebnis in die Richtung von Le Pen verschieben, denn sie hat sich kompromisslos für das aufstocken der Ordnungskräfte und für den Kampf gegen den Terror im Falle ihres Wahlsieges ausgesprochen.
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Verrückte und Verbrecher gab es immer, wird es immer geben, Sie tauchen immer in anderer Form auf, doch da waren sie immer, manchmal beachtet man sie weniger ein anderes mal mehr. Früher konnten sie sich oft unter dem Deckmäntelchen Krieg austoben oder sie sind in Mafiösen Vereinigungen, manchmal tauchen Sie als Religionskrieger oder als Freiheitkämpfer auf, aber haben fast alle das gleiche Täterprofil, es sind meist Männer die Ihr Ego mit Gewalt durchzusetzen wollen, da helfen Grenzen nichts!
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  • Kommentar von Bruno Vogt (bru.vogt)
    Der Neo-Liberalismus mit all seinen Wiedersprüchen, zeigt seine düstere Fratze. Schlimm was in Paris passiert, jedoch nicht unerwartet. Gerade gestern hat der US Verteidigungsminister in Saudi-Arabien wieder seine Treue dem Wahabi-Haus in Riyad ausgesprochen, welche diesen radikalen Islam verbreitet. Der Westen hilft bei der Zerstörung Syriens, Libyens, des Jemens, lässt Mio Menschen aus diesen Ländern unkontrolliert zu uns. Wer wenn nicht unsere Politik / Ideologie hat Schuld an dieser Misere?
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    1. Antwort von Reto Camenisch (Horatio)
      B.V. Was soll diese Phrasendrescherei, Neo-Liberalismus? Haben sie was Wirksames entgegenzusetzen, ausser Einschränkungen bis zur Bewusstlosigkeit! Terrorismus und Zerstörung ist nicht von heute!!!!
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    2. Antwort von Edi Steinlin (stoni)
      Stimmt und unsere hochintelligenten Politiker/innen nehmen diese Menschen, aufgrund eines fragwürdigen Asylgesetzes bedenkenlos auf und die Sozialämter müssen sie grösstenteils betreuen.
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    3. Antwort von Bruno Vogt (bru.vogt)
      Hr Camenisch ich weiss ja nicht wie aufmerksam sie meinen Beitrag gelesen haben, ist auch noch etwas früh am Morgen. Aber deswegen habe ich ja genau mehrere Punkte aufgezählt, welche zur aktuellen Situation führten, nämlich unsere Einmischung im nahen Osten und die Unterstützung des Wahabi-Regimes in Saudi-Arabien. DIe Immigration welche nur dazu dient die Löhne in Europa zu drücken, all das hat sehr wohl viel mit dem heutigen Liberalismus zu tun!
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    4. Antwort von Simon Reber (kokolorix)
      Tja Edi, und unsere ach so intelligenten Wutbürger glauben, dass mit laut nein sagen jedes Problem von ihnen fernbleibt. Unsere Religion der rücksichtslosen Bereicherung hat weite Teile der Welt in Chaos und Hoffnungslosigkeit gestürzt. Bei uns entlud sich das in 2 verherenden Weltkriegen. Dasselbe Muster ist in vielen vom Kapitalismus zwangsbeglückten Regionen wieder zu beobachten. Wir sollten Ursache und Wirkung erkennen und nicht verdrängen
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