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International Perfide Fass-Bomben töten syrische Kinder

Truppen des syrischen Regimes sorgen für Angst und Schrecken in der Bevölkerung: Sie haben über mehreren Wohnvierteln in Aleppo Fässer abgeworfen, die mit Sprengstoff gefüllt waren. Eine der Bomben ist auf dem Gelände einer Schule eingeschlagen. 70 Menschen starben, darunter zahlreiche Kinder.

Legende: Video Fass-Bomben töten syrische Kinder abspielen. Laufzeit 1:32 Minuten.
Aus Tagesschau vom 16.12.2013.

Bei einem Bombenangriff auf die syrische Stadt Aleppo sind 76 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien auch 28 Kinder, teilte eine oppositionsnahe Beobachtungsgruppe für Menschenrechte mit. Bei den Angriffen wurden demnach sogenannte Fass-Bomben eingesetzt. Dabei handelt es sich um Metallfässer, die mit Sprengstoff, Brandmitteln und oft auch mit Metallstiften und -splittern gefüllt sind.

Aktivisten in Aleppo teilten mit, eine dieser «Bomben» sei auf dem Gelände der Tajbe-Schule im Stadtviertel Al-Endharat eingeschlagen. Es habe eine Gruppe von Schülern und Lehrern getroffen, die während des Unterrichts das Gebäude verlassen hatten, um sich vor Luftangriffen in Sicherheit zu bringen. Dabei seien 13 Menschen getötet worden, darunter mehrere Schüler und Lehrer.

Fass-Bomben kein Einzelfall

Die syrische Armee hat nach Berichten von Rebellen solche «Bomben» schon mehrfach von Hubschraubern aus auf Rebellengebiete abgeworfen. Schon am Sonntag hatte die Armee mehrere von Rebellen kontrollierte Viertel in der nördlichen Metropole auf diese Art und Weise bombardiert. Dabei sollen 83 Menschen getötet worden sein.

Die Truppen von Präsident Baschar al-Assad haben in dem seit zweieinhalb Jahren dauernden Bürgerkrieg immer wieder Hubschrauber und die Luftwaffe gegen die Rebellen eingesetzt. Nach Angaben der Vereinten Nationen (UNO) wurden im Bürgerkrieg bereits mehr als 100'000 Menschen getötet.

Not im Bürgerkrieg

Der Bürgerkrieg in Syrien stösst immer mehr Menschen in Not und Elend. Die UNO erklärte: 2014 werden voraussichtlich mehr als 7 Millionen syrische Flüchtlinge in benachbarten Staaten sowie im eigenen Land von Nothilfe abhängig sein. In unterschiedlich starkem Masse seien etwa 16 Millionen Syrer betroffen – fast drei Viertel der Gesamtbevölkerung.

3 Kommentare

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  • Kommentar von V. Humbert, Carouge
    Hauptsache die chemischen Waffen werden vernichtet. Welch Hohn! Und was für ein Versagen der USA und vor allem Europa's. Und zwar auf der ganzen Linie. Jetzt "dürfen" wir auch noch mitansehen, wie jene Syrer, die nicht abgeschlachtet werden erfrieren. Nein wirklich: stramme Leistung. Hiess es nicht mal, nie wieder ein Ruanda? Die Menschen zeichnen sich primär dadurch aus, dass sie nichts dazu lernen. Übrigens: Frohe Weihnachten!
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  • Kommentar von christian strahm, aarau
    Von diesen 'Baramils' berichten die syrischen Journalisten schon seit bald zwei Jahren. Man hat sie einfach nicht zur Kenntnis genommen. Anfänglich galten sie wohl noch als Eigenproduktion der Aufständischen, um die Kulisse kriegsecht im schwarzen Rauch erscheinen zu lassen.
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Wer künftig noch Verbrechern aus der Assad-Clique ausserhalb Syriens die Hand reicht, dem möge sie abfaulen. Es ist ein kaum verständlicher Mangel des Völkerrechts im 21. Jahrhundert, dass die sogenannte Völkergemeinschaft sich in solchen Fällen nicht klar und dezidiert zu drastischen Sanktionen und Maßnahmen entschliessen kann.
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