Perus Ex-Präsident bittet um Gnade

Der ehemalige peruanische Machthaber Alberto Fujimori sitzt seit zehn Jahren wegen Menschenrechtsverletzungen im Gefängnis. Jetzt hat er um eine Begnadigung gebeten. Der Antrag des 77-Jährigen wird geprüft.

Alberto Fujimori in einem Gerichtssaal. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein erstes Begnadigungsgesuch des 77-jährigen Fujimori wurde 2013 abgelehnt. Keystone

Kurz vor dem Ende der Amtszeit von Perus Präsident Ollanta Humala hat der inhaftierte Ex-Machthaber Alberto Fujimori um eine Begnadigung ersucht. Der Antrag des 77-Jährigen werde nach geltendem Recht geprüft, teilte das peruanische Justizministerium mit.

Früheres Gesuch abgelehnt

Fujimori sitzt seit fast zehn Jahren in einem Gefängnis in der Hauptstadt Lima. Der japanischstämmige Rechtspopulist war unter anderem wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen während seiner zehnjährigen Amtszeit (1990 bis 2000) zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Staatschef Humala hatte bereits 2013 ein Begnadigungsgesuch abgelehnt.

Fujimoris 41-jährige Tochter Keiko hatte im Juni nur knapp die Präsidentenwahl verloren.

Am kommenden Donnerstag übernimmt der deutschstämmige Wirtschaftsliberale Pedro Pablo Kuczynski das Präsidentenamt im südamerikanischen Andenstaat.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Kuczynski ist neuer Präsident Perus

    Aus Tagesschau vom 10.6.2016

    Der ehemalige Banker Pedro Pablo Kuczynski gewinnt hauchdünn mit 50.1 Prozent. Seine Mitstreiterin, die Rechtspopulistin Kiko Fujimori, galt zuvor als Favoritin. Kuczynski muss mit Opposition im Parlament rechnen.

  • Etappensieg für Keiko Fujimori in Peru

    Aus Tagesschau vom 11.4.2016

    Die erste Runde der Präsidentenwahl in Peru hat die Konservative Keiko Fujimori, die Tochter des Ex-Diktators Alberto Fujimori, klar gewonnen. Nun findet eine Stichwahl statt, ihr Herausforderer ist der Liberale Pedro Pablo Kuczynski.