Petrobras-Skandal in Brasilien schadet Image von Rousseff

Das Ansehen der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff hat wegen des Skandals um den Konzern Petrobras gelitten. In einer Umfrage bewerteten 23 Prozent die Leistung der Regierung als «gut» oder «sehr gut». Im Dezember wurde die Arbeit von Rousseff noch deutlich positiver eingestuft.

Der Korruptionsskandal um den staatlichen Erdölkonzern Petrobras hat dem Ansehen der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff geschadet.

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Petrobras-Skandal belastet die Umfragewerte der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff. Keystone

In einer Umfrage im Auftrag der Zeitung «Folha de Sao Paulo» bewerteten noch 23 Prozent der 4000 Befragten die Leistung ihrer Regierung als «gut» oder «sehr gut». Im Dezember waren es noch 42 Prozent gewesen.

Petrobras ist das grösste staatliche Unternehmen in Brasilien. In den vergangenen zehn Jahren sollen nach Schätzung des Konzerns um die 34 Milliarden US-Dollar veruntreut worden sein. Mehrere ehemalige Führungskräfte wurden verhaftet.

Am Freitag hatte Rousseff den früheren Leiter der Staatsbank als neuen Petrobras-Chef eingesetzt. Seine Vorgängerin María das Graças Foster hatte am Mittwoch ihren Rücktritt eingereicht.