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International Polizist Wilson: «Ich habe meinen Job richtig gemacht»

Darren Wilson, der in Ferguson den schwarzen Teenager Michael Brown erschossen hatte, äusserte sich erstmals in einem TV-Interview. Darin gab er an, er würde in der gleichen Situation wieder so handeln. Er habe ein «reines Gewissen».

Eine Grand Jury entschied gestern, dass sich Darren Wilson für die tödlichen Schüsse auf Michael Brown nicht vor Gericht verantworten muss. Darauf schilderte der Polizist seine Sicht der Ereignisse vom 9. August in einem Interview mit dem US-Sender ABC. Er habe ein «reines Gewissen», weil er wisse, dass er seinen Job «richtig gemacht» habe und er würde wieder so handeln, sagte Wilson.

Legende: Video Darren Wilson äussert sich im Interview abspielen. Laufzeit 00:44 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 26.11.2014.

Danach gefragt, ob er auch so gehandelt hätte, wenn Brown weiss gewesen wäre, beantwortete der Polizist mit: «Ja, (...) keine Frage.» Er habe um sein Leben gefürchtet und deshalb auf den 18-jährigen Brown geschossen. Wilson beschrieb den Teenager als «kräftigen» Typen.

Wilson: «Er wollte mich töten»

Er habe befürchtet, dass Brown ihm seine Dienstwaffe entreissen und sie auf ihn richten könnte. «Er wollte mich töten», sagte Wilson dem Sender. Dass ihn die Tat verfolge, glaube er nicht. Der Vorfall werde etwas bleiben, das ihm nun einmal passiert sei.

Das juristische Nachspiel zu den Todesschüssen ist derweil noch nicht beendet. Justizminister Eric Holder sagte, zwei laufende Ermittlungen auf Bundesebene gingen weiter. Sie sollten zügig beendet werden. Bei den Bundes-Ermittlungen geht es um den Tod Michael Browns sowie um die Reaktion der Polizei bei Unruhen, die kurz danach ausgebrochen waren.

Tweets von SRF-Korrespondent Arthur Honegger

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18 Kommentare

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  • Kommentar von G.Schneider, ckn1@me.com
    Ich denke Michael Brown war nicht ganz unschuldig an seinem eigenen Tod...aber 12 Schüsse?! Zwölf?? Der hat ja quasi sein ganzes Magazin leergeballert...
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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    „Mein Name ist Hase, ich weiss von nichts“. Sorry, Käppeli. Zu diesem Fall mit widersprüchlichen Aussagen und Indizien, bin ich weder Ankläger/Verteidiger noch Jury-Mitglied. In „Gringolandia“ wie man hier den „Kanton USA“, mit Betonung auf „Absurdistan“ auf Deutsch bezeichnet und juristischen Fällen mit „überhängenden Geröllhalden“. Fragt mal ausgeschaffte oder zurückgekehrte Lations zu ihrem Verhältnis mit schwarzen US-Bürgern. Biiiip, Zensur. Ich, bei Anmache sage nur: „No soy Gringo.“
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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Wie immer es auch gewesen sein mag, der junge Teenager war zwar 18, und gross, und breit, und stark, und agressiv, aber das sind wir ja Alle auch, zumindest vor dem PC oder der Konsole. Und er Polizist, die, die uns noch eins auf die Schnauze knallten, wenn wir frech wurden, die sollen halt lernen, mit der Menschheit anständig umzugehen, niemanden anzupöbeln, auf Abstand anständig zu bleiben, und unsere lieben Kleinen gefälligst in Ruhe lassen. Und Medien sind auch noch Vorreiter+Werkzeug dabei.
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